Kardanwelle zerlegen - unterwegs

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schneidermeister
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Kardanwelle zerlegen - unterwegs

Beitrag von schneidermeister »

Hi zusammen

Leider ist der Beitrag auf T3 Pedia zur Kardanwelle nicht erreichbar.

Ich bin aktuell auf Langzeit Reise und das klingeln an der Kardan wird langsam lauter.
Ich würde eigtl. gern die Gelenkstumpf fetten und schauen ob das schon Besserung bringt.
Ist das unterwegs mit beschränkten Mitteln überhaupt möglich oder brauch ich abzieher etc.?
ulkel
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Re: Kardanwelle zerlegen - unterwegs

Beitrag von ulkel »

Hallo Schneidermeister,
auch wenn ich nicht deine Frage beantworten kann, würde ich davon abraten nur aufgrund des Klingelns die Kardanwelle auszubauen und auf zu machen. Solange kein Spiel in den Gelenken fühlbar ist und die Welle vibrationsfrei läuft, sei froh und genieß deine Reise. Wenn die Welle geöffnet wurde, sollte Sie feingewuchtet werden bei mindestens 3000 Umdrehungen pro Minute. Einen Betrieb zu finden der das wirklich kann, ist selbst in Deutschland nicht ganz einfach.
Grüße aus Stuttgart
Ulfried
maalik
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Re: Kardanwelle zerlegen - unterwegs

Beitrag von maalik »

Moin,

du brauchst eine Sprengringzange, einen Schraubstock/Presse und passende Nüsse zum Auspressen. Unterwegs wird das also eher schwieriger.

Anders, wenn du bereits abschmierbare Kardankreuze eingebaut hast; dann siehst du den Schmiernippel aber ja von unten.

Hier ist zumindest ein Teil einsehbar:
https://web.archive.org/web/20250906141 ... ardanwelle
Mein Shop mit gedruckten Ersatzteilen für den T3:
https://t3d-parts.de

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UbuRoy
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Re: Kardanwelle zerlegen - unterwegs

Beitrag von UbuRoy »

Also, in Pakistan habe ich das von einer "Spezialfirma" am Straßenrand machen lassen.
Mitten im Dreck und Straßenverkehr.
War eine Sache von einer Stunde und die beiden jungs wußten genau was sie taten und machten einen beeindruckenden Job.
Hatten sie wohl auch schon mehrere tausend mal gemacht.
ruckzug die Kreuzgelenke ausgepreßt, ruckzug neue Kreuzgelenke rein, Gelenkwelle wieder eingebaut und fertig ist die Laube.
Weils so schnell ging und so billige war und sie die Teile hatten, habe ich dann die vordere Gelenkwelle auch gleich noch machen lassen.
Für ganze 2x 50 $ inkl. der Teile...
Ist schon ca. 8 Jahre her.
Feingewuchtet mußte da gar nichts werden. Abschmieren, Einbauen und gut.
Bei der Drehzahl die mein Landy schafft, wäre Feinwuchten oder überhaupt wuchten auch ein wenig überkandidelt gewesen.
Probefahrt gemacht, keine Geräusche, kleine Vibrationen, kein Spiel. Alles wunderbar. Und das Ziel mit absolut abgenudelten Steinzeit Werkzeugen und selbstgebauter Presse und einem Acetylen Brenner erreicht.

Ein wenig Vertrauen in die Kenntnisse solcher Mechaniker darf man ruhig haben. Die machen einen besseren Job als die meisten Werkstätten in D, einfach weil sie genau das und sonst nix anderes machen. Das macht dann die Werkstatt direkt neben an und daneben und so weiter...
Wie gesagt, läuft seitdem rund 120.000 km ohne jedes Problem.
Es ist einfacher, in 3. Welt Ländern sein altes Fahrzeug reparieren zu lassen, als in Europa. Und das zu einem Bruchteil des Geldes und sogar besser, und sofort dran kommt und weil man auch noch daneben stehen kann.

Übrigens ist eine hydraulische Presse nicht zwangsläufig nötig. Einfach richtig und korrekt warm machen und dann mit einer improvisierten mechanischen Vorrichtung die Gelenke raus holen. so haben die es auch problemlos hinbekommen. Das gleiche beim Einbau.

Mein Syncro läuft genau so schnell oder eher langsam wie der Land Rover, da würde ich es einfach auch so machen (lassen), wenn die Gelegenheit sich bietet und es nötig ist auf Grund von Spiel in den Kreuzgelenken oder Schiebestück etc. irgendwas tauschen zu müssen.

Im Zweifelsfall kannst Du auch einfach die vordere Gelenkwelle bei Beschädigung ganz weg lassen. Dann fährst halt erstmal mit 2WD weiter bis Du Hilfe findest.
Beim Landy kann man sich sogar aussuchen, welche Art von zwei Antriebsvarianten man durch weglassen haben will ;-).
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Atlantik90
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Re: Kardanwelle zerlegen - unterwegs

Beitrag von Atlantik90 »

Ihr solltet vielleicht noch mal die Frage lesen. Es geht m.E. um den Führungszapfen am Gummielement und nicht um die Gelenke selbst.
https://www.t3-pedia.de/images/thumb/c/ ... ardan2.jpg
Ich wünsche allen gute und störungsfreie Fahrt mit dem T3-Syncro.
Joachim
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Beda
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Re: Kardanwelle zerlegen - unterwegs

Beitrag von Beda »

Morgen zusammen,
das verstehe ich genauso.
Nach meiner Erinnerung wird das Hauptproblem sein, die Verschraubungen zu lösen.
Ich erinnere, daß aus Platzgründen nur Gabelschlüssel möglich sind
und daß diese zu zweit und völlig jungfräulich sein müssen, um nicht die Sechskante zu vermurksen.
Wie gesagt, aus der Erinnerung.
Am Gummielement war ich nie.
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WackyDoka
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Re: Kardanwelle zerlegen - unterwegs

Beitrag von WackyDoka »

Moin,
Also wenn die Welle ausgebaut ist, dann muss die Hardy Scheibe VOR dem Lösen mit einem Spanngurte am Umfang eingespannt werden, damit sie später wieder montiert werden kann. Ausgebaut will sie sich ausdehnen und die Schrauben lassen sich nicht mehr in die Gewinde einsetzen.
Lösen dieser Schrauben hat im Schraubstock mit Inbus-Schlüssel bzw. Stecknuss geklappt.

Reinigen und mit Montagefett füllen, soviel dass es wieder austritt. Die Buchsen kannst du unterwegs nicht wechseln. Siehe auch hierzu Aufbau und weitere Infos:
https://shufti.blog/2009/11/18/guibo-end-of-prop-shaft/
https://shufti.blog/2011/05/08/giubo-en ... propshaft/

Ein weiterer Grund für die Vibration könnte sein, dass sich durch die Belastungen des Antriebsstrangs eine der vorderen Getriebeaufhängung gelockert hat und die Ausrichtung von Welle und beiden Getrieben nicht mehr stimmt.

Edit: Schlüsselart korrigiert.
Zuletzt geändert von WackyDoka am So 7. Dez 2025, 14:21, insgesamt 1-mal geändert.
Gruss, Thilo
maalik
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Re: Kardanwelle zerlegen - unterwegs

Beitrag von maalik »

Klingeln kommt meiner Erfahrung eher von kaputten Kardankreuzen.
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Alexander
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Re: Kardanwelle zerlegen - unterwegs

Beitrag von Alexander »

Moin,
da ich Kardanwellen Instandsetzen lasse, und zwar das volle Programm, auch mit Austausch beider! Buchsen, neue Gelenkscheibe (Hardyscheibe), neue Kreuze, feinwuchten und Lackieren bin ich da im Thema drin.

Die Welle ist mit jeweils 4 Schrauben M8x1 am Getriebe angeschraubt. Wenn man die Muttern immer auf die Kardanwellenseite setzt, dann kann man die Mutter auch mit einem Ringschlüssel lösen. Z.B. ein Ringschlüssel von Stahlwille, die sind schlank genug. Oder man schleift sich einen passend.

Die Gelenkscheibe ist mit Inbusschrauben angeschraubt. Und die kann man natürlich nur demontieren wenn die Welle ausgebaut ist. Infos zum Thema Vorspannung der Gelenkscheibe beachten!

Wenn man die Inbusschrauben gelöst hat, kann man den Führungsbolzen aus der Welle ziehen. Jetzt bitte nicht beim Zusammenbau das Loch mit reichlich Fett füllen. Ganz unten ist ein kleines Loch, das überflüssige Fett würde jetzt in Welle gedruckt. Und in der Welle dann irgendwo hängen, was dann eine Unwucht erzeugen kann.

Um die innere Gleitlagerbuchse zu muß die Welle zerlegt werden und anschließend wieder zusammengeschweißt.
Ein Feinwuchten ist bei dieser Welle, egal was erneuert wurde, immer nötig. Schlägt die Welle kann dies zu Getriebeschäden führen.
Und bedenkt bitte auch, die Welle dreht sich im 4. Gang schneller als die Kurbelwelle des Motors. Wer rechnen möchte, Kurbelwellendrehzahl / Übersetzung 4. Gang = Drehzahl Kardanwelle (Beispiel 3500 Upm / 0,78 (4. Gang bei jedem TD) = 4487 Upm).
Und mit einer ungewuchteten Kurbelwelle bzw. einem ungewuchtetem Schwungrad fährt man ja auch nicht.
Viele Grüße,
Alexander
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