Die Leiden(und Freuden) eines jungen syncronauten
Verfasst: Sa 17. Dez 2016, 21:47
Nun werd ich mich dann auch mal an einem Restaurations-/Instandhaltungs-/Umbaubericht versuchen:
Vorweg sei gesagt: Alle Arbeiten wurden von mir mit vorhandene Mitteln durchgeführt und sind damit nicht unbedingt Hightech oder das Schönste vom Schönsten. Ist als Schüler und jetzt Azubi halt nicht drin. Daher bitte ich da um Nachsicht.
Das Chaos im Bus bitte ich auch zu Entschuldigen, ich habe es nicht so mit Ordnung solange an einem Projekt gearbeitet wird. Und auch wenn es so aussieht als hätte ich alles Strukturiert und in Reihenfolge gemacht, dem ist nicht so: Das lief alles durcheinander und parallel
.
Unser syncro hat das Glück im Winter nicht mehr laufen zu müssen. Daher ergibt sich ne Menge Zeit zum Schrauben im Winter und ne schöne (in der Vorstellung problemfreie) Zeit zum Fahren im Sommer.
Angefangen hat das Ganze im Winter 14/15 als ich mir in den Kopf gesetzt habe mal etwas Rost zu beseitigen. Aber wie das so ist mit den T3s, wenn man einmal anfängt..... naja das ganze endete dann in einer Rundumkur. Anscheinend war ich zu der Zeit der Fotografie noch nicht mächtig, daher gibt's dazu leider keine Bilder.
Unser syncro wurde in seinem vorherigen Leben von einem Freiherren aus einem Nachbardorf als Jagdfahrzeug genutzt. Um mehr Stauraum zu generieren, hat der Vorbesitzer die Küche direkt nach Auslieferung dürch einen länglichen Stauschrank, eine Art Truhe, im Stile der restlichen Inneneinrichtung ersetzt. Dieser hat uns auch Jahrelang gute Dienste geleistet, aber irgendwie hat sich dann bei mir der Wunsch nach Orginalität und Reisetauglichkeit verstärkt geäußert. Und als dann die Küche, die mein Vater netterweise vor Jahren besorgt hat, an ihrem Lagerort völlig im Weg stand, war der Entschluss gefasst, es geht Back to the Roots, so weit wie möglich zurück ans Orginal.
Also Winter 15/16:
Erste Idee war die Küche einfach wieder einzubauen und Gut. Jedoch habe ich im alten Forum dann gelesen, dass die Orginal Glaswolle gar nicht mal so gut ist und es sowieso viel schönere materialien gibt. Also sollte die Dämmung dann auch gleich ein Update erhalten und wo man dann dabei ist, kann man auch gleich noch etwas gegen die Geräuschkulisse im 16er machen. Entschieden habe ich mich dann für eine Lage Alubutyl zur Geräuschdämmung und Wärmereflektion und darüber sollte dann eine Lage Armaflex in 19mm Stärke die Wärme im Bus halten.
Aber erstmal musste dafür alles raus: Den Wärmetauscher habe ich dann auch gleich für Stauraum geopfert, da sich herausgestellt hat das er meinen Kühlmittelverlust verursacht hat und ich ihn auch nicht mehr dicht bekam. Dann musste natürlich das alte, ausgehärtete Bitumenzeug mühsam entfernt werden. Als dies dann alles geschehen war und ich alle Flächen gereinigt hatte, ging es ans Dämmen. Das macht dann richtig Spaß, nach dem ganzen vorherigen Gefummel. An der Motorschräge habe ich zwei Lagen Alubutyl geklebt in er Hoffnung das das mehr bringt
Nachdem ich das erledigt hatte, habe ich alle Hohlräume an die ich später nicht mehr ran kommen sollte mit FF behandelt.
Danach konnten die Schränke im Kofferraum auch schon wieder ihren angestammten Platz einnehmen.
Die Hohlräume unter den Fußboden habe ich mit ner einfachen Bodenisolierung mit nässeschutzschicht aus dem Baumarkt gedämmt, verlegt man eigentlich unter Laminat im Altbau, aber im Bus macht es auch eine gute Figur, dank exact passender Stärke
Nun Ging es daran den Kabelbaum für die Küche wieder zu verlegen. Nachdem ich dann nach tagelangem Überlegen endlich heraus gefunden hatte, dass man den Küchenkabelbaum nicht an den vorhandenen anschließt, sondern den Vorhandenen gegen den Küchenkabelbaum tauscht ( Ich kam mir so doof vor nach der Erkenntnis
)war das auch ne fixe sache.
Jetzt endlich kam der Teil auf den ich mich am Meisten gefreut habe.
Einbau der Küche und des dazugehörigen Eckschranks:
Als erstes habe ich das zum Glück nur zu geklebte Loch im Boden für den Frischwassertank geöffnet um den Frischwassertank wieder an seinen Platz zu setzen. Danach ging es an die Konstruktion des Eckschrankes. Da der Vorbesitzer seinen Längschrank aus dem orginalen Eckschrank als Basis gebaut hat war die Grundkonstruktion mit dem Rahmen für den Frischwassertank noch vorhanden. Jedoch fehlten alle Deckel so wie klappen und Halter für den Tisch. Also musste ich eine Alternativlösung finden. Also habe ich mich dazu entschieden den alten Längschrank doch in Teilen, als kleine Erinnerung, im Bus weiter leben zu lassen. Somit habe ich aus dem langen Klappdeckel eine Kürzeren gebaut, der den Arm für den Schwenktisch später unter sich verschwinden lassen soll. Innen drinn habe habe ich die Elektrik durch durch dünne Sperrholzplatten verkleidet. Jetzt galt es die Küche zu Reinigen und auf Funktion zu testen und siehe da trotz fast 20 Jahren Lagerung funktionierte alles tadellos. Die Wasserpumpe hat dann aber doch noch ihren Geist aufgegeben und wurde gegen eine Neue ersetzt. Nun stellten sich mir aber zwei Probleme:
1. Abwassertank, das Loch im Boden wurde zugeschweißt und eigentlich wollte ich auch keinen Unterflurtank, weil dieser mir dann doch zu Tief hing
2. Herd, Ich hatte einfach keine Lust die ganzen Bestimmungen für die Gasprüfung zu erfüllen und dafür den ganzen Bus zu durchlöchern
Mit den beiden Themen geht's dann demnächst weiter .....
MfG Hendrik
Vorweg sei gesagt: Alle Arbeiten wurden von mir mit vorhandene Mitteln durchgeführt und sind damit nicht unbedingt Hightech oder das Schönste vom Schönsten. Ist als Schüler und jetzt Azubi halt nicht drin. Daher bitte ich da um Nachsicht.
Das Chaos im Bus bitte ich auch zu Entschuldigen, ich habe es nicht so mit Ordnung solange an einem Projekt gearbeitet wird. Und auch wenn es so aussieht als hätte ich alles Strukturiert und in Reihenfolge gemacht, dem ist nicht so: Das lief alles durcheinander und parallel
Unser syncro hat das Glück im Winter nicht mehr laufen zu müssen. Daher ergibt sich ne Menge Zeit zum Schrauben im Winter und ne schöne (in der Vorstellung problemfreie) Zeit zum Fahren im Sommer.
Angefangen hat das Ganze im Winter 14/15 als ich mir in den Kopf gesetzt habe mal etwas Rost zu beseitigen. Aber wie das so ist mit den T3s, wenn man einmal anfängt..... naja das ganze endete dann in einer Rundumkur. Anscheinend war ich zu der Zeit der Fotografie noch nicht mächtig, daher gibt's dazu leider keine Bilder.
Unser syncro wurde in seinem vorherigen Leben von einem Freiherren aus einem Nachbardorf als Jagdfahrzeug genutzt. Um mehr Stauraum zu generieren, hat der Vorbesitzer die Küche direkt nach Auslieferung dürch einen länglichen Stauschrank, eine Art Truhe, im Stile der restlichen Inneneinrichtung ersetzt. Dieser hat uns auch Jahrelang gute Dienste geleistet, aber irgendwie hat sich dann bei mir der Wunsch nach Orginalität und Reisetauglichkeit verstärkt geäußert. Und als dann die Küche, die mein Vater netterweise vor Jahren besorgt hat, an ihrem Lagerort völlig im Weg stand, war der Entschluss gefasst, es geht Back to the Roots, so weit wie möglich zurück ans Orginal.
Also Winter 15/16:
Erste Idee war die Küche einfach wieder einzubauen und Gut. Jedoch habe ich im alten Forum dann gelesen, dass die Orginal Glaswolle gar nicht mal so gut ist und es sowieso viel schönere materialien gibt. Also sollte die Dämmung dann auch gleich ein Update erhalten und wo man dann dabei ist, kann man auch gleich noch etwas gegen die Geräuschkulisse im 16er machen. Entschieden habe ich mich dann für eine Lage Alubutyl zur Geräuschdämmung und Wärmereflektion und darüber sollte dann eine Lage Armaflex in 19mm Stärke die Wärme im Bus halten.
Aber erstmal musste dafür alles raus: Den Wärmetauscher habe ich dann auch gleich für Stauraum geopfert, da sich herausgestellt hat das er meinen Kühlmittelverlust verursacht hat und ich ihn auch nicht mehr dicht bekam. Dann musste natürlich das alte, ausgehärtete Bitumenzeug mühsam entfernt werden. Als dies dann alles geschehen war und ich alle Flächen gereinigt hatte, ging es ans Dämmen. Das macht dann richtig Spaß, nach dem ganzen vorherigen Gefummel. An der Motorschräge habe ich zwei Lagen Alubutyl geklebt in er Hoffnung das das mehr bringt
Nachdem ich das erledigt hatte, habe ich alle Hohlräume an die ich später nicht mehr ran kommen sollte mit FF behandelt.
Danach konnten die Schränke im Kofferraum auch schon wieder ihren angestammten Platz einnehmen.
Die Hohlräume unter den Fußboden habe ich mit ner einfachen Bodenisolierung mit nässeschutzschicht aus dem Baumarkt gedämmt, verlegt man eigentlich unter Laminat im Altbau, aber im Bus macht es auch eine gute Figur, dank exact passender Stärke
Nun Ging es daran den Kabelbaum für die Küche wieder zu verlegen. Nachdem ich dann nach tagelangem Überlegen endlich heraus gefunden hatte, dass man den Küchenkabelbaum nicht an den vorhandenen anschließt, sondern den Vorhandenen gegen den Küchenkabelbaum tauscht ( Ich kam mir so doof vor nach der Erkenntnis
Jetzt endlich kam der Teil auf den ich mich am Meisten gefreut habe.
Einbau der Küche und des dazugehörigen Eckschranks:
Als erstes habe ich das zum Glück nur zu geklebte Loch im Boden für den Frischwassertank geöffnet um den Frischwassertank wieder an seinen Platz zu setzen. Danach ging es an die Konstruktion des Eckschrankes. Da der Vorbesitzer seinen Längschrank aus dem orginalen Eckschrank als Basis gebaut hat war die Grundkonstruktion mit dem Rahmen für den Frischwassertank noch vorhanden. Jedoch fehlten alle Deckel so wie klappen und Halter für den Tisch. Also musste ich eine Alternativlösung finden. Also habe ich mich dazu entschieden den alten Längschrank doch in Teilen, als kleine Erinnerung, im Bus weiter leben zu lassen. Somit habe ich aus dem langen Klappdeckel eine Kürzeren gebaut, der den Arm für den Schwenktisch später unter sich verschwinden lassen soll. Innen drinn habe habe ich die Elektrik durch durch dünne Sperrholzplatten verkleidet. Jetzt galt es die Küche zu Reinigen und auf Funktion zu testen und siehe da trotz fast 20 Jahren Lagerung funktionierte alles tadellos. Die Wasserpumpe hat dann aber doch noch ihren Geist aufgegeben und wurde gegen eine Neue ersetzt. Nun stellten sich mir aber zwei Probleme:
1. Abwassertank, das Loch im Boden wurde zugeschweißt und eigentlich wollte ich auch keinen Unterflurtank, weil dieser mir dann doch zu Tief hing
2. Herd, Ich hatte einfach keine Lust die ganzen Bestimmungen für die Gasprüfung zu erfüllen und dafür den ganzen Bus zu durchlöchern
Mit den beiden Themen geht's dann demnächst weiter .....
MfG Hendrik