ich denke es ist ok wenn wir das hier besprechen. Es passt zum Thema und mich stört es nicht

gut Roland, dann schieße ich mal los:
Mein Fahrzeug ist eine Caravelle C, Syncro 1,6 TD, Bj. 92 und somit 25 Jahre alt. Gleich mit dem Kauf hatte ich damals Unterbodenschutz (Terroson) aufbringen lassen, um gut "vorzusorgen". Ich glaubte damals auch noch an Werkstätten, da gar keine Zeit war sich selbst um alles zu kümmern. Der Unterbodenschutz wurde auf alles (selbst auf die Felge des Ersatzrades, durch die Löcher der Reseveradmulde) aufgesprüht. Der Fahrzeugboden über dem Reserverad blieb dabei natürlich unbehandelt. Die schwarze Pampe wurde mit den Jahren, insbesondere in den Radkästen partiell immer mehr abgetragen. Trotzdem blieb es unterm Fahrzeug immer recht dunkel, so dass wenig zu erkennen war. Ich habe nun angefangen diesen Bitumenschmodder auf verschiedenste Art und Weise zu entfernen. Dabei habe ich festgestellt, dass unter dem Terroson im Randbereich des Fahrzeugbodens / Radkästen noch die "Farbausläufer" der Fahrzeuglackierung sind. Da drunter ist wohl (partiell?) eine Steinschlag-Schutzschicht und unter dieser vollflächig wohl die Grundierung. Im Vergleich zu anderen schon gesehenen Fahrzeugböden ist dieser bei meinem Fahrzeug wohl noch recht gut. Allerdings gibt es Rostansätze an Falzen und auch unter der Steinschlagschutzschicht im linken vorderen Radkasten habe ich eine komplette Durchrostung entdeckt, die geschweißt werden muss. Weitere Problemstellen sind die B-Säulen ganz unten und der Rahmen der Frontscheibe.
Ich habe zwischenzeitlich am Vorderwagen alles ausgebaut, genau wie Du auch, und Geräteträger, Achsen, Federn, Stoßdämper, Bremsen etc. vollständig saniert. Das ist zwar viel Arbeit, aber es klappt und geht voran.
Schwer tue ich mir mit der Sanierung des Fahrzeugbodens. Den Terrosonbelag habe ich mühselig mit Diesel aufgeweicht und mit Handspachtel, Edelstahl-Küchenkratzer etc. abgeschabt, sodass die Steinschlagschutzschicht weitestgehend unbeschädigt blieb aber die alte Terrosonschicht bis auf Reste in Ecken und an Kanten entfernt ist.
Ich wollte ähnlich vorgehen wie Du: 1. Fälze mit Ovatrol-Öl einlassen, 2. den Fahrzeugboden mit Ovagrundol 2-mal streichen, 3. Fahrzeugboden mit Chassilack in hellgrüner Wagenfarbe 2-mal streichen, 4. Hohlraumversiegelung und 5. Unterbodenschutz auf Wachsbasis.
Mit Ovagrundol habe ich schon die sandgestrahlten Gussteile der Radaufhängung grundiert, das lässt sich wunderbar verarbeiten.
Bedenken habe ich jedoch mit Ovagrundol bezüglich der dauerhaften Haftung auf dem abgewaschenen Terroson und der Steinschlag-Schutzschicht. Ovagrundol soll ja primär als Primer und Rostschutz auf Metall verwendet werden. Kann ich bedenkenlos und ohne direkten Metallkontakt das Ovagrundol auf die Steinschlag-Schutzschicht auftragen?
Ist auf Deinem 1. und 2. Foto, auf Seite 1, noch teilweise die
graue Steinschlag-Schutzbeschichtung vorhanden?
Oder zeigt das Foto den fast bis aufs
blanke Blech freigelegten Fahrzeugboden mit Resten der Grundierung?
Hier mal ein paar Fotos, wie es derzeit bei mir aussieht:
Und noch zwei Fotos von der Durchrostung, die erst sehr spät aufgefallen ist. Der Steinschlagschutz von außen und der Kühlschrank von innen samt Sitzkastenumkleidung haben diese Roststelle getarnt.
Beste Grüße - Reinhard