Dann soll es jetzt mal weiter gehen,
Nachdem dann mein Innenausbau pünktlich vollendet war, stieg die Vorfreude ins unermessliche. Am 30.3.2016 ein Mittwoch (wie man sich sowas alles merkt

) habe ich mich dann nochmal dazu entschieden den Bus einem Check zu unterziehen, damit ich super glücklich in die Saison starten kann. Das mir diese Vorfreude kurze Zeit später im Halse stecken bleiben würde, war da noch nicht ab zu sehen.
Das Bild, dass sich mir dann offenbarte sah dann so aus:
Habe die Schwinge dann später nochmal Sandstrahlen lassen um zu gucken ob sie Rettbar ist:
Das war mal wieder einer der Momente wo ich diesen Bus abgrundtief gehasst habe. Warum kann nicht einfach mal was ohne Probleme funktionieren!
Probleme waren jetzt:
1.Woher bekomme ich auf die schnelle ne 16" Schwinge
2.Woher die ganzen Schrauben
3.Gummi/Metalllager+Schraube+Wasser=Rost =>Das wird EIN Teil
Dazu kann ich nur sagen Freunde muss man haben. Die Schwinge lag am gleichen Abend noch in der Garage. Ich habe direkt Hinrich (der Ehemalige SEWE Chef, hieß ja damals noch Syncrostammtisch Heide) angerufen und siehe da er hatte noch genau meine Schwinge da. !!!DANKE!!!
By the way ist er auch immer der Grund warum dieser syncro Virus bei mir immer schlimmer wird, wer ihn kennt weiß warum
Die Schwinge hat mein Vater dann in einer Nacht und Nebelaktion abgeholt während ich angefangen hab die Alte aus zu bauen.
Nächsten Tag habe ich dann auf Arbeit den gesamten Teiledienst gestresst und hatte am ende des Arbeitstages alle Schrauben.
Schnell noch die neue Schwinge mit FF voll gepumpt und dann gings weiter ans Ausbauen. Da kam dann das letzte Problem. Die innere Schraube hatte ich mit ein paar beherzten Hammerschlägen in der Hand. Zuversicht kam auf. Die äußere hat mich 4 Stunden gekostet. Direkt den Kopf abgerissen, danach ewig mit dem Hammer drauf rum gedroschen, dazwischen immer wieder Rostlöser. Nach dem ich mit dieser, inzwischen von mir perfektionierten, Technik mal wieder nur den Hass aller Nachbarn auf mich gezogen habe. Habe ich zu Tode genervt den Schlagbohrer ausgepackt, nen Bohrer abgesägt und losgelegt. 2 stunden jackeln und "Schlagbohren" haben dann endlich den gewünschten Erfolg gebracht.
Endresultat des Tages: Schnauze gestrichen voll aber glücklich:
Am nächsten Tag alles zusammen gebaut. Freude brach aus

Ein Rundgang ums Auto => Freude wieder weg
Der Sturz an meiner neuen Schwinge war sowas von Positiv, da konnte irgenwas nicht stimmen. Direkt meinen T3 Lehrmeister angerufen, der hat kurz überlegt und dann die alles rettende Frage gestellt: "Hast du denn das Radlagergehäuse auch wieder richtig herum eingebaut? Denk dran du hast nen 16er da ist alles etwas speziell." Somit bin ich unter den Bus gehechtet und habe beide Seiten verglichen und siehe da, ich habs wirklich falsch herum drin.
Also alles wieder auseinander und Richtig rum eingebaut. Somit hatte ich dann Am 2.4 alles wieder in Ordnung und konnte beruhigt in die Saison starten.
Da nun endlich mein Traum einer kleinen Reise in Erfüllung gehen sollte. Hat meine Oma mal wieder die Nähmaschine heiß laufen lassen und mir noch ne Kleinigkeit genäht. Ich finds geil:
Jetzt werd ich den ganzen Krimskrams und die Kleinteile alle problemlos los.
Um das ganze ab zu Runden gabs dann noch ein paar schicke neue Reifen. Yokohama Geolandar AT in 215/80R16 und schon befanden wir uns auf dem Weg gen Österreich über München, Salzburg, dann Aufenthalt an der italienischen Grenze und zurück nach Hause. Danke nochmal an Stephan alias Bully302 für die Markisenleihgabe:
Resultat der Reise: Bremsen ausgeglüht (Ignoranz des Fahrers als Fehlerursache), Leckölleitung 2 mal geplatzt(das Ersatzteil welches man braucht hat man nie dabei), Spritztour aufm gelben Engel, viel gelernt, ne Menge geärgert
Dann stand der Bus erstmal 2 Wochen in der Ecke und ich hatte keine Lust mehr auf ihn. Doch wie das so ist: man kann ja doch nicht ohne

.
Also Bremsen gemacht, Edelstahl Staubschutzbleche dran und ab gings wieder auf die Straße:
Daneben auch gleich der neuste Familienzuwachs der 3 Monate sämtliche Zeit für sich in Anspruch nahm und btw, der Unimog ist mein erstes wirklich eigenes Auto.
Am Wahlsonntag sollte es noch ein entspannte Fahrt zum einen Badesee in der Gegend geben. Die Ankunft auf dem Parkplatz war dann mal wieder ernüchternd. Zuleitung zum Kupplungsnehmerzylinder durch. Gleich in die Werkstatt, Fehler gefunden, Stahlflexleitung bestellt, die war am nächsten Tag gleich da und konnte eingebaut werden.
Zum Abschluss des Jahres wollte ich mir dann nochmal beweisen, dass man mit ihm auch ohne Probleme reisen kann. Also Wochenendroadtrip über Hamburg nach Römö dann nach Sylt zu meiner Freundin und wieder Heim. Und siehe da keine Probleme. Das Wetter auf Römö war scheiße, Sylt war strahlender Sonnenschein aber ich komm auf jeden Fall wieder:
So das war dann meine Saison 2016. Ein absolut lehrreiches Jahr viele Ups und Downs aber trotzdem geil.
MfG Hendrik