Restauration Camper

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bullischrauber
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Re: Restauration Camper

Beitrag von bullischrauber » Do 15. Dez 2016, 08:18

So, der Querträger überm Getriebe ist auch repariert. Erstmal hab ich möglichst viel von den überlappenden Blechen rausgeschnitten:

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Um neue rostanfällige Überlappungen zu vermeiden wird alles durch 3mm Stahlblech ersetzt. Zuerst das untere Blech um die Form des Trägers schon mal wieder herzustellen:

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Möglichst auch von innen verschweißt:

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Position des Getriebehalters kontrolliert und Muttern angeschweißt:

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Und letztendlich die senkrechten Bleche des Trägers wieder eingesetzt. Da die Verstärkung des Trägers ursprünglich hochgekantet war habe ich die neuen Bleche auch in 3mm gebaut. Die Schweißnähte verschliffen im Bereich wo der Getriebehalter anliegt und von innen und außen grundiert:

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Nicht ganz original, aber sollte wohl halten... ;-)

Hier noch mal ein Bild von dem verfaulten Stück Träger, der Rost hat die Bleche mächtig auseinander gedrückt:

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Gruß Sönke

bullischrauber
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Re: Restauration Camper

Beitrag von bullischrauber » So 1. Jan 2017, 22:03

Ist ja nicht so, dass es hier nicht weitergehen würde... Aber es kam mal wieder überraschend Weihnachten dazwischen. ;-)

Nachdem der Querträger geflickt war, habe ich den linken Längsträger wieder geschlossen:

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In Farbe:

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Die Motorraumschräge im Bereich der Träger wieder geschlossen:

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Das Blech an dem der Tank anliegt und die Tankhaltebänder angeschraubt werden habe ich aus Edelstahl nachgebaut. Die Löcher darin habe ich weggelassen, ich konnte keinen Grund finden der sie notwendig gemacht hätte. Außerdem haben Erika und Willi das bei ihrer Restauration auch so gemacht wenn ich mich recht entsinne... ;-)

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Vergleich alt und neu:

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So sieht das Flickwerk jetzt von innen aus:

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Im Federdom habe ich mal etwas Rost geklopft und alles in Owatrol ertränkt. Richtig gut sieht es da auch nicht mehr aus, aber ich hoffe das hält noch ne Weile:

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Dann hab ich mich mal an die Achsaufnahme links außen gemacht. Viel musste ich nicht mehr flexen, bis ihr schließlich ein wenig Hebeln den Rest gab:

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Und ab:

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Da war nur noch erschreckend wenig stabiles Blech dran:

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Der nun freie Blick in den Querträger fällt mit wachsender Begeisterung auf...

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...verrottete aufgedoppelte Bleche! :-(

Also mal den Hammer bemüht:

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Steckt! Juchuu, noch mehr Arbeit... Den unteren Teil des Querträgers schnell mal rausgeschnitten:

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War aber auch nicht mehr so dekorativ das Stück:

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Jetzt muss ich wohl erstmal wieder Bleche bauen und hoffen, dass meine Messungen vorm Zerflexen präzise genug waren. Wäre ja schön, wenn die vier Räder sich nach diesem Eingriff wieder auf eine gemeinsame Fahrtrichtung einigen könnten... ;-)

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Endeavour
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Re: Restauration Camper

Beitrag von Endeavour » Mi 4. Jan 2017, 17:32

Hallo

Man o fein.
Da hast du ja auch mal ne feine Baustelle, aber irgendwann ist sie fertig.

Dann ist alles vergessen und der Spass kommt.

Grüsse fix
Für das Können gibt es nur einen Beweis. Das TUN. Zitat von Marie von Ebner-Eschenbach


https://www.derlandmesserbus.de/

bullischrauber
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Re: Restauration Camper

Beitrag von bullischrauber » Mi 4. Jan 2017, 21:50

Ja, irgendwann muss die Baustelle fertig sein... Hoffentlich vorm nächsten Sommerurlaub, ich vermiss den Bus ziemlich! :-(

Also, weitermachen! Schnell mal ein paar Bleche gebaut, das Ende vom Innenschweller und das untere Stück Querträger:

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Den Schweller lasse ich unten auf der Achsaufnahme enden um das doppelte Blech darüber zu vermeiden.

Den Querträger wieder angesetzt:

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Querträger durchgeschweißt und mit ein paar vorsichtigen Punkten die Achsaufnahme angesetzt:

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Und schließlich nach gefühlten 8624 Messungen alles durchgeschweißt. Dr. Einhell ist mal wieder mächtig in Schweiß geraten...

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Das schräge Blech, das die Achsaufnahme außen hält, musste auch ein Stück angesetzt werden:

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Eine Roststelle im Radhaus habe ich noch beseitigt und den Schweller vor der Achsaufnahme geschlossen. Jetzt fehlt noch das Stück Querträger, das nachher alles verschließt, dann sollte alles Tragende wieder vorhanden sein:

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Damit ist schon mal eine der ernsthaft kritischen Stellen besiegt. Eine Schwinge passt auch rein, dass hab ich zwischendurch mal getestet... ;-)

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Re: Restauration Camper

Beitrag von xfranzx » Mi 4. Jan 2017, 23:42

Harter Tobak! So eine Stelle durfte ich auch mal Reparieren, nicht ganz so weitreichend, aber die Schwingenaufnahme hatte auch mehrere Freiheitsgrade ;)
Viel Erfolg und Motivation weiterhin!
2WD: Whitestar, AFN @ Audi A4-Getriebe, Alltagsschlampe
4WD: 14" Österr.Funkbus, ADY --> 2.5l TDI, Werkshochdach -> goes Camper, 16", 320mm Bremse

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Re: Restauration Camper

Beitrag von bullischrauber » Do 2. Feb 2017, 19:27

So, im Moment geht es etwas schleppend voran, da ich nebenbei leider meine Scheune räumen muss in der drei Busse und ein Haufen Teile rumliegen. Aber ein bisschen was ist doch passiert.

Die Achsaufnahme auf der Beifahrerseite musste gehen:

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Zum Glück sahen Querträger und Schweller auf dieser Seite etwas besser aus, so dass ich alles nur in Owatrol ertränkt habe und den Querträger nur ganz außen an der Achsaufnahme flicken musste:

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Das Ende der C-Säule ist auch hier völlig heil:

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Die Achsaufnahme mit Querträger und Innenschweller verschweißt:

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Dann das äußere Stützblech angesetzt und alles, möglichst auch von innen , mit Brantho Korrux vollgeschmiert:

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Auch hier fehlt noch das Stück Querträger, was alles zum Radhaus hin verschließt, aber da hoffe ich noch auf brauchbaren Schweißprimer. Brantho fällt bei großer Hitze leider ziemlich flächig wieder ab...
So sieht es jetzt aus wenn man vom Motorraum nach vorne blickt:

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Ansonsten hab ich mir noch etwas den Kopf zerbrochen wie ich das Heckblech befestige und das Heck wieder etwas ausgesteift bekomme. So richtig kann ich da aber erst weitermachen wenn ich weiß wie der Motor genau im Motorraum hängt. Nächste Woche wird hoffentlich die Adapterplatte gefräst, dann können Motor und Getriebe mal reingehängt werden. Die unteren Befestigungspunkte fürs Heckblech hab ich aber schon mal angeschweißt:

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Daran soll auch der Motorträger verschraubt werden, deswegen sind die so massiv und ausladend. Außerdem lag der gekantete 6mm Stahl gerade rum... ;-)

Die Hoffnung bis zum Sommer fertig zu werden habe ich inzwischen aufgegeben seit die Scheunenräumung dazwischen gekommen ist. Also geht es wohl mit Doka und Dachzelt in den Urlaub. Auch ganz nett.. ;-)

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Re: Restauration Camper

Beitrag von bullischrauber » Mi 8. Nov 2017, 08:37

Es geht weiter... Nachdem der Bus jetzt über ein halbes Jahr unberührt in der Ecke stand, hab ich ihn wieder ausgegraben und fang so langsam wieder an das Schweißgerät vorzuglühen.

Als ich ihn Ende Februar weggestellt hab wollte ich noch schnell gucken, ob der Motor so ansatzweise in den Motorraum passt. Außerdem stand der Motor im Weg... Also schnell mal reingehängt:

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Auf den Bildern sieht man schon die ersten Versuche eines Motorträgers, der ist in den letzten Tagen entstanden. Allerdings ist er etwas unterdimensioniert, soll ja auch als Unterfahrschutz dienen. Also wird der in ernsthaftem Material noch mal gebaut.
Weiter vorne soll noch ein zweiter Bügel hin.

Mit Heckblech und Auspuff sieht es auch schon ganz gut aus:

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Den gesamten Antrieb hab ich mit Spacern vorne am Getriebe 20mm tiefer gehängt und den Winkel des Motors in Längsachse so ausgerichtet, wie beim 4-Zylinder. Im Vergleich mit der Doka sieht es hinten jetzt so aus:

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Der 5-Zylinder hängt mit der Ölwanne insgesamt nicht tiefer als das Getriebe, ganz hinten an der Kante verliert man allerdings ein paar cm Bodenfreiheit. Ist aber zu verkraften.

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Ich hoffe in den nächsten Tagen den Motorhalter fertig zu bekommen. Wenn klar ist wie der Motor genau sitzt und was am Heckblech noch angepasst werden muss, kommen Motor und Getriebe wieder raus und es geht am Blech weiter.

Immerhin gab es inzwischen ein brauchbares Schweißgerät, dass jetzt mit Flaschen usw. auf einem vernünftigen Wagen wohnt:

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Außerdem ist mir dieses Krokodil zugelaufen:

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Wenn man rankommt ist Punktschweißen ein Traum damit!

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Re: Restauration Camper

Beitrag von p40p40 » Mi 8. Nov 2017, 11:12

bullischrauber hat geschrieben:
So sieht es jetzt aus wenn man vom Motorraum nach vorne blickt:

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;-)
Wenn ich das so durch schaue war das bei mir alles nur kalter Kaffe :-bla und ich dachte ich könnte ein wenig mitreden :bet
Alle Achtung aber das Bild da oben habe ich auch :
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LG Markus

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Re: Restauration Camper

Beitrag von T3_Horst » Mi 8. Nov 2017, 19:33

Die C-Säulen unten mit Achsaufnahme stehen bei mir diesen Winter auch an, da sie durch die Benutzung des Wagenhebers schon etwas nach oben gebogen sind.

Hast du dazu noch Tipps? Wie hast du gemessen um die Achsaufnahme wieder an die richtige Position zu bringen?

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Re: Restauration Camper

Beitrag von bullischrauber » Do 9. Nov 2017, 08:09

Ja Markus, davon träume ich noch, dass alles mal wieder zumindestens einfarbig grundiert ist... Wenn der Motorhalter passt kommen Motor und Getriebe wieder raus und wahrscheinlich kipp ich den Bus dann auf die Seite um vernünftig sandstrahlen zu können.

Die Achsaufnahmen hab ich am Querträger rechtwinklig ausgerichtet und mir vorher einige Maße abgenommen, z.B. den Abstand der beiden Achsaufnahmen. Höhe und Position in Fahrtrichtung hab ich vom Querträger aus gemessen. Dann an Querträger und Schweller angepunktet, noch mal gemessen und ausgerichtet und durchgeschweißt. Danach hab ich das Stehblech außen angesetzt.
Ganz sinnvoll ist auch, zwischendurch mal eine Schwinge reinzuhalten, dann merkt man sofort ob der Abstand ungefähr stimmen kann.
Wenn die Achsaufnahme schon nicht mehr gerade ist, kannst Du davon ausgehen, dass Du auch am Querträger und Schweller schweißen musst. Das Stehblech außen ist dann sicher durch, sonst könnte die Aufnahme nicht nach Oben weg biegen. Viel Spaß... ;)

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