Restauration Camper

Moderator: Jumpy

querfeldein
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Re: Restauration Camper

Beitrag von querfeldein » Do 4. Jan 2018, 16:00

Sehr fein!

Wie sah/sieht bei dir der Querträger an der Motorschräge aus?

Gruß
Norman
Gruß, Norman
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bullischrauber
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Re: Restauration Camper

Beitrag von bullischrauber » Fr 5. Jan 2018, 06:41

Meinst Du den überm Getriebe? Fürchterlich... Ist ab Mitte Seite 2 beschrieben. Zum Glück ist das Drama beendet... :roll:

querfeldein
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Re: Restauration Camper

Beitrag von querfeldein » Fr 5. Jan 2018, 09:32

Ah, danke. Schon wieder so lange her. ;-)
Gruß, Norman
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bullischrauber
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Re: Restauration Camper

Beitrag von bullischrauber » Fr 12. Jan 2018, 09:06

So, inzwischen hab ich mich mal einer etwas unklaren Problemstelle angenommen: der Befestigung des Heckblechs. Die Winkel an den Längsträgern unten gab es schon, aber oben war das alles noch sehr wabbelig. Deswegen gab es dort erstmal Befestigungspunkte:

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Den offenen Querträger hab ich mit einem Blech verschlossen damit das Blechende zur Motorraumdichtung etwas stabiler wird:

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Das Blech unter den Rücklichtern musste auch etwas stabiler werden:

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Beim Vorbereiten des Heckblechs kam mir diese Stelle etwas merkwürdig vor. Durch die Löcher im Heckblech konnte man da eine leichte Hügellandschaft sehen. Also mal aufgeschnitten:

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:kotz Motorträgeraufnahme ist jetzt weg und Träger repariert. Die Aufnahme schweiß ich dann bei Bedarf wieder ein wenn ich mal einen 4-Zylinder benötigen sollte. JX fürs H-Kennzeichen oder so... :lol:

Vom oberen Querträger/Schlossträger im Heckblech hab ich die innere Hälfte entfernt (die wäre eh mit dem 5-Zylinder kollidiert) und durch ein wenig Stahl ersetzt. Durch die breiten, senkrechten Träger rechts und links ist das Heckblech insgesamt jetzt sehr steif und sollte Verschränkungskräfte aufnehmen können, solange die 4 M8 Schrauen pro Seite diese übertragen können...

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Macht insgesamt einen sehr stabilen Eindruck. Ich würde sogar behaupten, dass das Heck dadurch steifer geworden ist als ohne Ausschnitt:

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So sieht es jetzt von außen aus. Überm linken Rücklicht passt es nicht ganz perfekt. Die Ecke ist beim aufschneiden weggebogen. Da müssen irgendwie Spannungen in der Karosserie gewesen sein. Aber mit eingebautem Rücklicht sieht man davon nichts:

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Die untere Kante wird noch etwas begradigt und n Satz neue Rücklichter gibt's wohl auch...

Die Schrauben verschwinden hinter der Heckklappe:

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bullischrauber
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Re: Restauration Camper

Beitrag von bullischrauber » Mo 29. Jan 2018, 09:14

Hat keiner ne Meinung zu dem Heckblech? Ich hätte ja mit einer regen Diskussion gerechnet, ob man das so machen kann oder nicht... Aber wenn keiner schreit gehe ich mal davon aus, dass es nicht so schlimm sein kann. ;-)

Inzwischen sind die hinteren Radläufe etwas gewachsen um Platz für große Räder zu schaffen. Dafür hab ich an die originalen Radlaufstücke eine neue Kante angeschweißt:

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Auf der rechten Seite musste ich die Naht überm Radlauf öffnen und das untere Blech ersetzen. Mit Sandstrahlen war da nichts mehr zu machen, obwohl die Naht außen gar nicht so schlimm aussah:

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Und den Radlauf 6cm weiter hinten wieder eingesetzt:

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Das gleiche auf der Fahrerseite mit gekantetem Blech für die Lücke oben:

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Die Schweißnähte habe ich danach verzinnt, allerdings wird noch etwas Spachtel nötig sein damit es ganz hübsch wird.

Das vordere Ende vom Radlauf musste auch irgendwie hinmodelliert werden. Blöde Stelle, ist aber ganz brauchbar geworden:

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Hier noch ein kleines Loch an der Schiebetürführung geflickt:

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Und dann ging es mit dieser traumhaften Ecke weiter:

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Nach großzügigem Wegschneiden habe ich erstmal das Ende des Schwellers neu gebaut und eingesetzt:

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Der Schweller ist jetzt ungefähr 15mm kürzer, die Wagenheberaufnahme auch:

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Der Querträger musste mit dem Hammer ein wenig an die neuen Gegebenheiten gewöhnt werden:

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Das fehlende Stück Querträger hab ich in verzinktem 3mm Blech nachgebaut:

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So ist fürs Rad ein ganzes Stück mehr Platz entstanden:

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Die untere Kante vom Querträger wird noch wieder angesetzt, allerdings nach hinten um Kollisionen mit dem Reifen zu vermeiden. Dafür fehlte nur gerade Blech in 2mm...

Die B-Säule hat noch ein neues Stück Blech bekommen:

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Das Verstärkungsblech zur Wagenheberaufnahme muss ich noch nachbauen und einschweißen.

Dann durfte der Plasmaschneider noch ein wenig am Längsträger nagen:

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So sieht es dann im Träger aus, wobei das noch die gute Seite war:

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So sieht das ganze jetzt aus und ich darf erstmal wieder Bleche bauen:

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Re: Restauration Camper

Beitrag von Kallifisch » Mo 29. Jan 2018, 20:08

Hallo,
ein sehr interessanter Restaurationsbericht.
Hut ab, du machst es mehr als gründlich
Aber ich hoffe doch du nimmst die Längsträger vorn komplett raus ?
So sah es bei mir aus, Rep.-bleche von TK und diese passen sehr gut (ich weiß - sie kosten Geld).
Ich lese weiterhin gespannt mit ...
Enrico
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Re: Restauration Camper

Beitrag von CBS » Di 30. Jan 2018, 06:32

Moin,

wenn du schon Platz für die Reifen schaffst, vorne am Radlauf Richtung Trittstufe wird's irgendwann auch eng ;-)

http://www.t3-pedia.de/index.php?title= ... seite3.jpg
Bild mit Autogas

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Re: Restauration Camper

Beitrag von bullischrauber » Di 30. Jan 2018, 08:14

Ich hoffe ich mache es gründlich genug, ich möchte das nur ein Mal machen... ;)
Die TK-Längsträger sehen tatsächlich sehr gut aus. Allerdings hat man dann wieder die übereinanderliegenden Bleche durch die Verstärkung im Träger. Solche Stellen versuche ich ja möglichst konsequent zu vermeiden und umzugestalten. Außerdem ist es deutlich mehr Arbeit den ganzen Längsträger zu tauschen und da ich diese Grußbaustelle irgendwann mal fertig haben möchte, wird es wohl auf die Steffen-Methode herauslaufen: viewtopic.php?f=11&t=270
Das sieht auch sehr vertrauenserweckend aus und überlebt vermutlich den Rest des Autos... ;)

Vorne an der Radlaufkante hab ich schon etwas Platz gemacht, 245/75R16 waren ja schon ein paar Jahre montiert. Aber ich werde noch mal gucken ob man noch auf weiteres Blech verzichten kann... ;)

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Re: Restauration Camper

Beitrag von bullischrauber » Fr 9. Feb 2018, 07:37

So, Längsträger müssen ja auch wieder rein... Also erstmal ein Stück Träger gebaut:

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Nach Steffens Vorbild aus 5mm Stahl, das obere Blech aus 3mm.

Die umliegenden Bleche gestrahlt und grundiert und Verstärkungsbleche eingeschweißt um den Sprung der Materialstärke etwas weicher zu gestalten:

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Das neue Stück Träger passt ganz gut:

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Hier kann man mittig im Bild ganz gut erkennen, wie der alte Träger mit dem Verstärkungsblech zusammen die Materialstärke des neuen Trägers ergibt:

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Dann das Schweißgerät auf Vollgas und mit 200A alles zusammengebraten:

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Die äußeren Schweißnähte verschliffen:

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Sieht so im Direktvergleich schon etwas besser aus:

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Nachdem ich den Bus einmal aus dem Carport raus und umgedreht hatte, musste die Fahrerseite auch dran glauben:

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Wenn man weiß wo genau die Verstärkungen im Träger sitzen geht das raustrennen mit dem Plasmaschneider deutlich einfacher...

Leider machte das vordere Ende vom Träger auch keinen besonders guten Eindruck mehr:

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Deswegen wurde das Loch auf dieser Seite noch etwas größer:

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An dieser Stelle war ich dann nicht mehr weit von den TK-Trägern entfernt. Aber da die andere Seite schon so weit war hab ich weiter Bleche gebaut:

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Die Verbindung zum Federdom war auch ziemlich durch, so dass sandstrahlen und wieder einbauen nicht in Frage kam. Also neu:

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So wartet das ganze jetzt darauf verschweißt zu werden.
Eigentlich sind die Träger im vorderen Bereich übrigens nicht symmetrisch, das U-förmige Blech im Bereich vom Federdom (hier oberhalb der roten Zange:
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sitzt auf der Fahrerseite aussen und auf der Beifahrerseite innen. Ich vermute, das dadurch die beiden Längsträger baugleich sind und in einem Werkzeug hergestellt werden konnten. Ich hab es jetzt symmetrisch aufgebaut, um am Ende innen einen durchgehenden Deckel für den Träger bauen zu können aus 3mm Blech. Das dürfte die Reparatur noch zusätzlich verstärken.

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Re: Restauration Camper

Beitrag von reidiekl » Fr 9. Feb 2018, 12:14

Sehr interessante Doku!
Du schreibst verschiedentlich, dass erst wieder Bleche gebaut werden müssen. Kannst Du uns daran auch mal teilhaben lassen? Wäre interessant zu erfahren / zu sehen wie die verschiedenen Bleche gefertigt werden und mit welchen Gerätschaften das geschied. Machst Du das alles selbst oder kantet Dir die Bleche eine Schlosserei?

Danke und Gruß - Reinhard

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