Empfehlungen Hilfsgestell Hilfsrahmen für Restauration

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Andreas3115
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Empfehlungen Hilfsgestell Hilfsrahmen für Restauration

Beitrag von Andreas3115 » Mi 8. Jul 2020, 14:08

Hallo Leute,

nachdem ich meine vor ein paar Monaten gekaufte 16" Doka fast vollständig auseinander gepellt habe sind jetzt schon mehrere unschöne Stellen zum Vorschein gekommen die bearbeitet werden wollen. Die Achsen hinten und vorne müssen anders wie ursprünglich geplant doch raus.
Aus der zweckmäßigen Restauration wird jetzt doch das volle Programm... war ja zu erwarten :-) .

Ich würde mir gerne einen Hilfsrahmen/Gestell bauen was mir den Transport der Karosse ermöglicht.
Zum Trockeneisstrahlen werde ich die Achsen noch dran lassen aber spätestens für die Karosseriearbeiten und den Lackierer müssen sie raus.

Ich habe einen Trailer mit Auffahrrampen und Winde wichtig wäre mir das ich das Fahrzeug ohne Schweißperlen auf und abladen kann.
Mich würden eure Lösungen interessieren, super wären ein paar Bilder.

Speziell:
- Was für Räder wurden verwendet?
- Anschlagpunkte und Art der Fixierung an der Karosse?
- Wie schwer ist so eine nackte Doka Karosse ungefähr?

Danke schon mal für eure Hilfe und Ideen

Gruß Andreas

reidiekl
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Re: Empfehlungen Hilfsgestell Hilfsrahmen für Restauration

Beitrag von reidiekl » Mi 8. Jul 2020, 18:42

Mal abgesehen davon, dass ich nix vom Trockeneistrahlen halte, sollte bei Karosseriearbeiten am Fahrzeugboden nach Möglichkeit alles frei sein. Sprich gestrippter Unterboden ohne Fahrwerk, Lenkung, Motor, Getriebe, Leitungen und Rohre aller Art, Kabelbäume etc.
Lies mal hier: viewtopic.php?f=32&t=2511
Auf den Fotos siehst Du auch Rollgestelle für die Karosse.

Wenn Du später am Unterboden lackieren willst bist Du froh, wenn alles frei ist. Andernfalls ärgerst Du Dich, dass beim teueren Eistrahlen, wegen noch vorh. Einbauten, nicht alles sauber geworden ist. Aber jeder wie er mag, es geht nichts über eigene Erfahrungen :dance .

BG - Reinhard
Zuletzt geändert von reidiekl am Do 9. Jul 2020, 11:28, insgesamt 1-mal geändert.

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Andreas3115
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Re: Empfehlungen Hilfsgestell Hilfsrahmen für Restauration

Beitrag von Andreas3115 » Mi 8. Jul 2020, 21:13

Servus Reinhard,

ich lebe nicht in der Illusion das die den Unterbodenschutz alleine mit dem Trockeneisstrahlen weg bekommen.
Bei den Fahrzeugpapieren/Unterlagen war eine Liste mit Dingen die 2004 ersetzt worden sind zb. neuer Motor von Meyer, alle GLG neu und noch son paar nette Sachen. Aber was da auch steht sind 18 Dosen Unterbodenschutz... teilweise ist das Zeug fast 1cm Dick...

Hab mir jetzt zwei Rampen besorgt bei denen man zusätzlich via Wagenheber die Standfläche auf 40cm anheben kann, das gibt dann schon ein relativ guten Zugriff auf den Unterboden. Ich werde im Vorraus zu dem Trockeneisstrahlen die gut zugänglichen Stellen mit dem Multitool und nem Scharberaufsatz bearbeiten. Ich habe Zugriff auf einen großen Hochdruckreiniger mit dem ich ggf. heiß abdampfen kann damit will ich dann die ganzen Hohlräume und alles andere reinigen und auch dem losen UB Schutz zu Leibe rücken, abwarten wie das so klappt...

Am Wochenende (so meine Frau und die Zeit es zulässt :-) )will ich den Antriebsstrang raus holen, dann ist so ziemlich alles draußen bis auf Tank (kommt auch raus), Bremsleitungen und Servoleitungen.
Die Achse vorne und hinten will ich bewust Trockeneisstrahlen lassen dann ist der Kram Sauber. Hab hier einen Betrieb in der Nähe der kommt so auf die 130€ Brutto in der Stunde, ich lass die mal nen Tag machen und schau mir das Ergebnis an.

Anschließend dann Krisengespräch mit dem Karosseriebauer... :suff

Hilf mir mal bitte, ich kenne den Tread schon hab beim schnellen überfliegen aber nichts gefunden.

Gruß Andreas

reidiekl
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Re: Empfehlungen Hilfsgestell Hilfsrahmen für Restauration

Beitrag von reidiekl » Do 9. Jul 2020, 12:29

Hallo Andreas,

jede Sanierungssituation und -aufgabe ist anders. Daher ist es für einen Außenstehenden unmöglich klare Empfehlungen zu geben. Wenn bei Dir der Unterbodenschutz schon 1 cm dick ist stellt sich die Frage wie sieht es darunter auf dem Blech aus? Ist der UB teilweise unterrostet oder an vielen Stellen noch i.O. Bei mir war letzteres der Fall. Aber leider hatte ich seinerzeit beim Neufahrzeug den Unterboden mit Terroson einsprühen lassen. Das war aus heutiger Sicht ein Fehler. Ich habe das schwarze Zeugs abgedieselt und den werksseitigen, lackierten Unterbodenschutz wieder aufgefrischt und letztlich mit Ovagrundol und Chassislack hell gestrichen. Jetzt sieht man da unten wieder etwas und kann künftige Rostansätze schnell erkennen. Wenn Du bei Dir alles runtermachen willst, dann mach es wie in dem jetzt unten richtig verlinkten Thema und lass eine KTL -Behandlung in 2 Teilschritten durchführen (sh. auch meine Beiträge dort, in denen ich etwas Kritik am Ablauf der KTL-Schritte geäußert habe. Das KTL-Verfahren kostet zwar eine ganze Stange Geld, hinterher hat man - wenn richtig gemacht - eine neuwertige Karosse. Aber das geht nur bei einer vollständig gestrippten Rohkarosse. Ob Du so viel Aufwand treiben willst, kannst nur Du entscheiden und ist auch vom Zustand (muss relativ schlecht sein, damit es sich lohnt) des Fahrzeugs abhängig. Bedenke auch was die Trockeneisstrahlung kostet und was sie letztlich in Deinem Fall bringt. Ich habe Videos gesehen, wo man meinte unten ungestrippt mit diesem Verfahren alles sauber zu bekommen. Die Fahrzeuge hatte man zum Strahlen einfach auf die Seite gekippt :-((.
Bei mir war der Zustand doch noch recht gut, so daß ich den werkseitigen UB-Schutz nur ausgebessert und flächig vervollständigt habe. Alle Anbauteile wie Achsen wurden saniert, wobei viele /alle Stahlteile weitgehendst feuerverzinkt und lackiert wurden. Kannst ja mal die verschiedenen Beiträge hier im Forum von mir lesen. Habe bei meinen Fragen auch immer wieder Fotos dazu eingestellt.

BG - Reinhard

Sorry, hatte den falschen Link eingefügt. Sollte das Thema 'Neues Projekt: 16"Jagdwagen' werden.
viewtopic.php?f=32&t=1427&start=110

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WackyDoka
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Re: Empfehlungen Hilfsgestell Hilfsrahmen für Restauration

Beitrag von WackyDoka » Do 9. Jul 2020, 21:35

Moin Andreas,
ich hatte damals für einen 2WD ein Hilfsfahrwerk für VA und HA auf Dachlatten (mehrlagig) und Holzbauwinkeln gebaut. War hinten in den äußeren Aufnahmen der Schräglenker befestigt und hat sich über Hölzer statt den Federn an den oberen Aufnahmen abgestützt. vorne in analoger Weise, hier mal ein Bild aus dem T3-Pedia

https://www.t3-pedia.de/index.php?title ... 7890-1.jpg

Rollen waren hinten Bock- und vorne Lenkrollen mit Bremse mit Durchmesser 200mm.
Hat gut auf befestigtem Boden funktioniert und war auch mit Winde trailertauglich.
Gruss, Thilo

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Andreas3115
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Beitrag von Andreas3115 » Fr 10. Jul 2020, 08:41

Hallo,

@Reinhard - Ja das mit dem KTL liest sich toll und ist wohl für die Ewigkeit, aber das geht mir dann doch ein bisschen zu weit. Ich möchte nachher kein fast neues Auto haben. Gedanklich läuft das beim Unterboden so bei mir: Alles bis auf Achsen auseinander bauen => mit dem HD Reiniger und Multitool das grob Zeug entfernen => Trockeneisstrahlen => Angerostete Stellen Sandstrahlen und Durchrostungen Schweißen/Schweißen lassen => Lackieren von mehreren Schichten BK 3in1 => anschließend dann konservieren mit MS FF . Egal wie perfekt man das macht schaut man ja doch immer wieder unter das Auto ob irgendwo was passiert... das wird so ne Weile halten.

Bei meinem Westi konnte ich mir das auch alles sparen, hier habe ich nur den Tank ausgebaut und dahinter alles konserviert und den bestehenden UB-Schutz (den Dünnen) mit FF eingepinselt.

@Thilo - :-) die Bilder von eurer Aktion mit dem Trockeneisstrahlgerät hab ich mir auch schon angesehen, scheint ja recht gut funktioniert zu haben.
Über einen Rahmen aus Holz hab ich auch schon nachgedacht da bin ich entsprechend ausgerüstet um das zu bauen, halbwegs gut schweißen kann ich eigentlich nur Edelstahl im WIG verfahren da hätte ich auch noch entsprechendes Material zur Verfügung.

@Hannes - Danke für deine gesammelten Bilder

Wenn ich mit dem Rahmen soweit bin werde ich hier mal Bilder einstellen.

Gruß Andreas

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Christoph
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Re: Empfehlungen Hilfsgestell Hilfsrahmen für Restauration

Beitrag von Christoph » Fr 10. Jul 2020, 11:04

Hallo Andreas,

ich habe mir beim KTL-Beschichter einen rollbaren Rahmen bauen lassen, ist wirklich sehr praktisch.

Ist vorne anstelle des Achsträgers montiert, hinten an den inneren Schwingenaufnahmen.
Dateianhänge
IMG_3783.JPG
T3 16" Westfalia und T3 16" Jagdwagen mit Schiebedach

Pumper
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Re: Empfehlungen Hilfsgestell Hilfsrahmen für Restauration

Beitrag von Pumper » Di 21. Jul 2020, 20:15

Hi,

ich habe mir im Zuge der Restauration zwei Gestelle gebaut, eins für den Transport und eins zum Arbeiten am Unterboden.
Im Nachhinein würde ich etwas mehr Energie und in das Drehgestell stecken, so dass man es auch für den Transport benutzen könnte.
Ich habe nicht explizit Fotos von den Gestellen gemacht, aber hier kann man es einigermaßen sehen:
IMG_3937.jpg
IMG_2944.JPG
Gruß,
Carsten

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