Zu viel negativer Sturz an HA, woher?

Moderator: Jumpy

Thomymaster
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Zu viel negativer Sturz an HA, woher?

Beitrag von Thomymaster » Sa 6. Jun 2020, 08:34

Hallo an Alle

Ich habe meinen Syncro gestern nach Montage neuer Reifen vermessen lassen.

Bei der Vorderachse gab es keine Probleme (außer das der Nachlauf nicht eingestellt wurde weil man Angst vor verrosteten Schrauben hatte :-) ) jedoch ist bei der Hinterachse an beiden Seiten zu viel negativer Sturz vorhanden.
Dieser kann nicht mehr korrigiert werden, da der Verstellbereich der Langlöcher bereits voll ausgenutzt wurde.

Die Querlenker wurden letztens bereits erneuert (Rost), bei einer Achsvermessung von 2017 hatte ich diese Werte an der Hinterachse jedoch auch schon (habe nachgeschaut).

An was kann das denn liegen? :-?



Gruß Thomy
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Achsvermessung.jpg
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Plueschus
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Re: Zu viel negativer Sturz an HA, woher?

Beitrag von Plueschus » Sa 6. Jun 2020, 09:47

Moin,

ein ähnliches Problem habe ich auch, nur ist es hier die Spur an der HA. ( Wurde optisch vermessen ) Seltsamerweise verursacht das "schiefstehende" linke Hinterrad erhöhten Reifenverschleiß auf dem rechten Hinterrad.
Beide Querlenker habe ich nacheinander erneuert - erst die rechte Seite (= alles ok ) ca 1 Jahr später die linke Seite ( = Verschleiß am rechten Hinterrad ! ) . Nochmals vermessen und festgestellt das die Spur links nicht mehr stimmt und sich nicht weiterverstellen läßt , weil die Befestigungsbolzen in den Langlöcher am Anschlag sind.
Der einzige logische Schluß ist , daß die neuen Querlenker nicht maßhaltig sind ! Ich nehme an , daß die Auflgefläche mit den vier Gewindelöchern für die Nabe / Bremse nicht in der richtigen Lage (nach)geschliffen worden sind . Die Querlenker habe ich als Austauschteil gekauft , die komplett überholt entrostet und lackiert waren . Optisch waren sie einwandfrei.
Ich nehme an , daß du einen ähnlichen "schiefgeschliffenen" Querlenker hast.
Evt. kannst du den alten Querlenker noch aufarbeiten . Meistens ist der Zapfen für die Feder verrostet . Der läßt sich erneuern.


Gruß Thomas
Zuletzt geändert von Plueschus am Sa 6. Jun 2020, 09:52, insgesamt 1-mal geändert.

Thomymaster
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Re: Zu viel negativer Sturz an HA, woher?

Beitrag von Thomymaster » Sa 6. Jun 2020, 09:50

Hi

Wie gesagt hatte ich fast die gleichen krummen Werte schon bei einer Achsvermessung 2017 mit den noch original Querlenkern
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Re: Zu viel negativer Sturz an HA, woher?

Beitrag von Plueschus » Sa 6. Jun 2020, 09:57

Hast

du früher - vor dem Tausch der Querlenker - einmal die Achslenkeraufnahme erneuert ?

Thomymaster
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Re: Zu viel negativer Sturz an HA, woher?

Beitrag von Thomymaster » Sa 6. Jun 2020, 10:00

Nein ich habe da nie etwas erneuert (weder früher noch jetzt bei den Querlenkern).
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Re: Zu viel negativer Sturz an HA, woher?

Beitrag von Atlantik90 » Sa 6. Jun 2020, 10:00

Wie war denn der Beladezustand des Fahrzeugs bei der Messung.
Die Vorgabewerte für die Hinterachse in dem Protokoll sind nur für das leere Fahrzeug gültig.
Hier findest du auch die Werte für die Hinterachse für das beladene Fahrzeug: http://www.t3-pedia.de/index.php?title= ... instellung

Und das nächste mal stellst du bitte eine scharfe Kopie ein. Die vorhandene ist nur schwer lesbar.
Ich wünsche allen gute und störungsfreie Fahrt mit dem T3-Syncro.
Joachim

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Re: Zu viel negativer Sturz an HA, woher?

Beitrag von WackyDoka » So 7. Jun 2020, 00:11

Moin,
hattest Du die Radlagergehäuse von der Schwinge getrennt bzw. können diese vorher mal demontiert worden sein?
Möglicherweise sind sie bei der Wiedermontage an die jeweilige Schwinge um 180° verdreht zusammengesetzt worden.
Die Flanschflächen der Radlagergehäuse sind nach meiner Info um 2° nicht rechtwinklig - leider finde ich dazu im Moment keine Quelle im RLF.
Wenn sie nicht richtig herum an die Schwingen montiert worden sind, kommt es zum negativen Sturz, der sich über die Einstellung an den Schwingen nicht mehr kompensieren lässt.
Gruss, Thilo

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Re: Zu viel negativer Sturz an HA, woher?

Beitrag von Thomymaster » So 7. Jun 2020, 09:01

Hi

Ich habe das eine Werkstatt machen lassen. Wie erkenne ich, dass sie um 180 Grad verdreht eingebaut sind?

Und noch eine Frage, was versteht man unter Volllast? Der Bus ist immer mit fest eingebauter Campingausstattung beladen (weiß aber nicht wie schwer)?
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Re: Zu viel negativer Sturz an HA, woher?

Beitrag von Alexander » So 7. Jun 2020, 09:58

WackyDoka hat geschrieben:
So 7. Jun 2020, 00:11
Möglicherweise sind sie bei der Wiedermontage an die jeweilige Schwinge um 180° verdreht zusammengesetzt worden.
Moin,
das geht beim 14"er nicht.
Denn dann müßte auch der Radbremszylinder in der Trommel unten sein.
Spätestens beim einhängen des Handbremsseils merkt man daß das so nicht passen kann.
Viele Grüße,
Alexander

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Re: Zu viel negativer Sturz an HA, woher?

Beitrag von Plueschus » So 7. Jun 2020, 10:20

Moin Thilo,

man kann das Radlagergehäuse nur in einer Position einbauen, weil man sonst die Bremsträgerplatte auf dem Kopf stehend anbauen müßte. Dann wäre zB der Radbremszylinder unten und die Durchführung für das Handbremsseil hinten. Zumindest ist das beim 14''er so . Beim 16''er habe ich es noch nicht gemacht .
Das Radlagergehäuse des 14'' hat oben und unten zwei Ausleger . Im oberen Ausleger ist ein Durchgangsloch für die Befestigungschraube des Radbremszylinders . Im unteren sind zwei M8 Gewindebohrungen und ein Stiftloch für den Zentrierstift . Damit ist die Lage des RLG eindeutig.
Ich habe eben schnell noch ein Bild von einem RLG auf dem Gartentisch geknipst. :-)

Bild

Was auch sein kann , ist daß die Anlagefläche auf der Rückseite verdreckt ist , Rost oder Ablagerungen hat . Ich habe die immer vor dem Zusammenbau gut gereinigt und mit einer Flachfeile geglättet.
Gruß Thomas

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