Getriebe neu abdichten?

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reidiekl
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Getriebe neu abdichten?

Beitrag von reidiekl » Fr 16. Aug 2019, 11:42

Hallo miteinander,

Im Rahmen der Unterboden- und Fahrwerkssanierung ist nun auch das Getriebe ausgebaut.

Die Fotos zeigen das Getriebe mit permanentem Allrad von allen 4 Längsansichten. Mich würde interessieren wie die Verölung von Euch gedeutet wird.
BILD5880.JPG
Rechte Seite, leider auf dem Kopf
BILD5881.JPG
Linke Seite

BILD5884.JPG
Getriebeunterseite

BILD5886.JPG
Getriebeoberseite


Das Getriebe hat ca. 140 tkm Laufleistung und ist noch im Originalzustand. Es wurde bisher noch nichts an diesem repariert oder neu abgedichtet. Jetzt aber stellt sich die Frage was kann oder sollte bei der bestehenden Gelegenheit an diesem getan werden. Das Getriebe verliert kein Öl, auch wenn es ziemlich verölt ist. Ich selbst dachte natürlich an eine Reinigung und darüber hinaus an Neuabdichtung der einzelnen Getriebeteile. Habe so etwas aber noch nie gemacht. Auch ein Wechsel der WDR wäre sicher nicht verkehrt. Den inneren Zustand des Getriebes kann ich nicht beurteilen, Auffälligkeiten sind bisher aber noch nicht aufgetreten. Unnötige, kostenträchtige Revision auf Verdacht möchte ich vermeiden. Ich bitte in diesem Sinne um Vorschläge, was geprüft und evtl. getan werden sollte, um möglichst auch weiterhin schadensfrei die nächsten 100 tkm zu überstehen.

BG - Reinhard

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Alexander
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Re: Getriebe neu abdichten?

Beitrag von Alexander » Fr 16. Aug 2019, 12:22

reidiekl hat geschrieben:Das Getriebe hat ca. 140 tkm Laufleistung und ist noch im Originalzustand. Es wurde bisher noch nichts an diesem repariert oder neu abgedichtet.
Dann schraube doch mal die Ölablaßschraube raus und schaue was am Magnet hängt.

reidiekl hat geschrieben:Ich selbst dachte natürlich an eine Reinigung und darüber hinaus an Neuabdichtung der einzelnen Getriebeteile. Habe so etwas aber noch nie gemacht.
Dann wird es auch nicht klappen.
Du brauchst einiges an Werkzeug um das Getriebe zu zerlegen.

reidiekl hat geschrieben:Den inneren Zustand des Getriebes kann ich nicht beurteilen, Auffälligkeiten sind bisher aber noch nicht aufgetreten. Unnötige, kostenträchtige Revision auf Verdacht möchte ich vermeiden.
Eine Revision wird nur dann kostenträchtig, wenn es dementsprechend schlecht im Inneren ausschaut.
Schaut es innen gut aus, muß auch nicht viel erneuert werden.

reidiekl hat geschrieben:Ich bitte in diesem Sinne um Vorschläge, was geprüft und evtl. getan werden sollte, um möglichst auch weiterhin schadensfrei die nächsten 100 tkm zu überstehen.
=> Überholen
Viele Grüße,
Alexander

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Atlantik90
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Re: Getriebe neu abdichten?

Beitrag von Atlantik90 » Fr 16. Aug 2019, 21:14

Wenn das Getriebe nicht tropft, dann mach es vor dem TÜV sauber und betrachte die Ölfeuchte am Gehäuse als Korrosionsschutz.

Und wenn du es Überholen lassen willst, dann lasse nicht jeden dran sondern solche die Erfahrung und einen guten Ruf haben.
Ich wünsche allen gute und störungsfreie Fahrt mit dem T3-Syncro.
Joachim

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Re: Getriebe neu abdichten?

Beitrag von Beda » Sa 17. Aug 2019, 11:30

Alexander hat geschrieben:
reidiekl hat geschrieben:Das Getriebe hat ca. 140 tkm Laufleistung und ist noch im Originalzustand. Es wurde bisher noch nichts an diesem repariert oder neu abgedichtet.
Dann schraube doch mal die Ölablaßschraube raus und schaue was am Magnet hängt.
reidiekl hat geschrieben:Ich bitte in diesem Sinne um Vorschläge, was geprüft und evtl. getan werden sollte, um möglichst auch weiterhin schadensfrei die nächsten 100 tkm zu überstehen.
=> Überholen
Hallo Reinhard,
klar ist das eine Gelegenheit, wenn das Getriebe ausgebaut ist.
Andererseits:
Unser 16'' ist mit JX gebaut worden.
Mit ca. 165.000km wurde vom Vorbesitzer auf 1Z umgebaut. Dabei wurde der 4.Gg. verlängert, laut Rechnung ohne weitere Überholung.
Heute sind 330.000km auf der Uhr. Probleme? Keine*.

*Die Betätigung der Sperre war fest und wurde repariert.
Chronischer Ölverlust am von mir verbauten Busschmiede-ZA wurde behoben.
mit syncronautischen Grüßen

Beda

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Re: Getriebe neu abdichten?

Beitrag von reidiekl » Sa 17. Aug 2019, 13:01

Danke für Eure Antworten. Habe jetzt mal eine Getriebewerkstatt in der Nachbarstadt angemailt. Mal schauen was die zur Verölung und event. Neuabdichtung sagen.

@ Beda - was heißt Umbau auf 1Z genau? Kenne mich mit den ganzen verschiedenen Getriebearten und -übersetzungen überhaupt nicht aus. Hätte mir aber schon öfters, insbesondere auf der Autobahn, einen längeren 4-ten Gang gewünscht. Der 5-te Gang ist beim Syncro ja mit dem Geländegang belegt und ein 6-ter Gang wohl platzmäßig nicht realisierbar. Wo finde ich weitere Infos zu diesem interessanten Thema?

BG - Reinhard

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Alexander
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Re: Getriebe neu abdichten?

Beitrag von Alexander » Sa 17. Aug 2019, 13:42

reidiekl hat geschrieben:Danke für Eure Antworten. Habe jetzt mal eine Getriebewerkstatt in der Nachbarstadt angemailt. Mal schauen was die zur Verölung und event. Neuabdichtung sagen.
Ich bin auch gespannt.
reidiekl hat geschrieben:was heißt Umbau auf 1Z genau? Kenne mich mit den ganzen verschiedenen Getriebearten und -übersetzungen überhaupt nicht aus.
1Z-Umbau => Motorumbau auf 1Z TDI 90 PS
Mehr Leistung bedeutet Umbau des Getriebes auf eine längere Übersetzung.
Viele Grüße,
Alexander

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Re: Getriebe neu abdichten?

Beitrag von Wage » So 18. Aug 2019, 10:01

Bei einem Getriebe mit 300tsd km auf Probleme zu warten, bedeutet in den meisten Fällen ein Totalschaden.
Die Laufleistung und Leistung des Motors haben weniger Einfluß als wie der Bus eingesetzt wurde.
Das Getriebe und die Visco meines JX Syncros war nach 125tsd Schrott als ich ihn 2004 bekommen habe, das Getriebe meiner Syncro Piitsche war mit 140tsd und DJ noch wie neu.

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Re: Getriebe neu abdichten?

Beitrag von reidiekl » Mo 19. Aug 2019, 13:17

Hallo miteinander,

beim Ausbau des oben abgebildeten Getriebes habe ich auch die Entlüftungsring-Verschraubung entfernt. Nachdem dann das Getriebe draußen war habe ich das Ende des PA-Schauches entdeckt und war der Auffassung der PE-Schlauch sei beim Ausbau unbemerkt durchtrennt worden, da der gleiche PA-Schlauch auch vom vorderen Ausgleichsgetriebe nach hinten führt. Die Schlauchenden sind ganz glatt wie durchgeschnitten.
Es scheinen aber wohl doch zwei getrennte Leitungen zu sein, die irgenwie ins Nirvana führen. Anschlüsse am Leitungsende sind nicht vorhanden. Weiß jemand was es damit auf sich hat und wo die beiden Schläuche letztendlich in Motorraum angeschlossen oder befestigt gehören. Bin völlig ahnungslos :kp .

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Re: Getriebe neu abdichten?

Beitrag von Alexander » Mo 19. Aug 2019, 14:21

Die enden einfach über dem Tank.
Das ist die Getriebeentlüftung. Da wird nix angeschlossen.

Schon ein Angebot aus der Nachbarstadt bekommen?
Viele Grüße,
Alexander

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Re: Getriebe neu abdichten?

Beitrag von reidiekl » Mo 19. Aug 2019, 14:49

3 Meter PA-Schlauch nur um es dann über dem Tank ganz simpel austreten zu lassen - wäre ich nicht drauf gekommen. Danke für die Info, meine Sorge war also unbegründet.

Die Verölung hat die Getriebewerkstatt wenig beeindruckt, zumal diese sich nicht sonderlich in Fahrtrichtung ausgebreitet hat. Eine Getriebeöffnung mit Neuabdichtung kostet 350 €, Verschleiß und Schäden an Syncronringen etc. seien dabei aber ohne weitere Zerlegung nicht zu erkennen. Das Getriebe kommt zuvor in eine Waschmaschine und wird gereinigt, was aber noch keine Basis für eine evtl. spätere Lackierung darstellt.

Was meinen die Fachleute dazu? Was sollte gemacht werden?

BG - Reinhard

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