Servolenkung zerlegen

Moderator: Jumpy

fatz
Beiträge: 98
Registriert: So 13. Sep 2015, 22:38

Re: Servolenkung zerlegen

Beitrag von fatz » Di 11. Dez 2018, 01:06

TH-Parts machts leider nicht mehr, hab eine mail geschrieben um 2 Servos machen zu lassen und eine Absage bekommen. Die haben Probleme die Dichtungen etc. zu bekommen bzw zeitnah zu bekommen.

Ral 6030
Beiträge: 13
Registriert: So 12. Mär 2017, 12:39
Wohnort: Magdeburg

Re: Servolenkung zerlegen

Beitrag von Ral 6030 » So 16. Dez 2018, 15:37

Ich habe meine auch von TH machen lassen.
Bin sehr zufrieden funktioniert einwandfrei.
Mfg Felix

reidiekl
Beiträge: 549
Registriert: Fr 16. Jun 2017, 18:05
Wohnort: Südhessen

Re: Servolenkung zerlegen

Beitrag von reidiekl » So 16. Dez 2018, 16:17

Ral 6030 hat geschrieben:Ich habe meine auch von TH machen lassen.
Bin sehr zufrieden funktioniert einwandfrei.
Mfg Felix
Felix Du Glücklicher, Dein Name scheint Programm zu sein, aber schau mal einen Thread weiter oben - was nützt das alles, wenn TH nichts mehr macht.
Außerdem möchte ich es möglichst selbst machen :-) .

BG - Reinhard

fatz
Beiträge: 98
Registriert: So 13. Sep 2015, 22:38

Re: Servolenkung zerlegen

Beitrag von fatz » Mo 17. Dez 2018, 00:44

Wäre es dann nicht mal eine Idee:

1. Quellen zu sammeln wo man Ersatzteile für die Servolenkung herbekommt (Dichtungen, Faltenbalge etc.)
2. mal einen Workshop zu organisieren mit jemandem der sich auskennt um dem Volk, das interessiert ist, zu zeigen wie die Servos richtig überholt werden.

reidiekl
Beiträge: 549
Registriert: Fr 16. Jun 2017, 18:05
Wohnort: Südhessen

Re: Servolenkung zerlegen

Beitrag von reidiekl » Mo 17. Dez 2018, 10:40

Genau fatz, das versuche ich derzeit auf die Reihe zu bekommen und nichts anderes ;-) .
Die Beschaffung von Dichtungen, Faltenbalge etc. ist Pipikram, die Schwierigkeiten liegen ganz wo anders. Das erkennt man schon am Eingangs-Thread, wo der TS nach dem Werkzeug fragt - und das war bereits vor über einem Jahr und niemand hatte dazu einen Vorschlag.

Wenn Du Dich mit dem Thema selbst geschäftigst, wirst Du schnell merken, dass z.B. die angebotenen sog. Dichtsätze alle unterschiedlich bestückt sind. Weiterhin ist mir aufgefallen, dass z.B. Teile wie Nadellager etc. gar nicht in diesen Dichtsätzen enthalten sind. Ich für mich jedenfalls habe beschlossen auch diese zu tauschen, wenn man sich schon die Mühe macht die gesamte Servolenkung auseinander zu nehmen.

Die erste Herrausforderung ist allerdings die beschädigungsfreie Zerlegung der gesamten Servoeinheit, was schon genug Probleme bereitet, insbesondere wenn die notwendigen Infos nicht vorliegen. Bei Motortalk werden ständig Reparaturanleitungen für die Servolenkung beim T3 nachgefragt - noch nie hat bisher jemand von seinen gemachten Erfahrungen berichtet. Die einzigste Quelle, die ich kenne findest Du hier:
https://www.pff.de/index.php?thread/272 ... abdichten/
Dort kannst Du auch nachvollziehen mit welchen Problemen ich mich z. Zt. auseinandersetze.

Es wäre schön wenn auch hier weiteres Know-how eingebracht würde, denn es geht schließlich um die Servolenkung des T3.

BG - Reinhard

fatz
Beiträge: 98
Registriert: So 13. Sep 2015, 22:38

Re: Servolenkung zerlegen

Beitrag von fatz » Di 18. Dez 2018, 00:12

Danke Reinhard fürs aufklären.

Habe auch versucht kreuz und quer zu lesen um z.B. herauszubekommen ob es Spezialwerkzeug braucht und was man alles tauschen sollte.
Habe aber keine richtig für mich verständlichen Ergebnisse gefunden. Klar, hier mal ein Hinweis und dort ein Tip. Aber keine Umfassende Beschreibung.

Bei mir liegt eine Servo in der Garage und immer wenn ich in die Nähe komme knurrt sie mich an wie ein Wolf, "Lass bloß deine Hände weg".

transporterwerk
Beiträge: 8
Registriert: So 27. Nov 2016, 21:10
Wohnort: Bielefeld
Kontaktdaten:

Re: Servolenkung zerlegen

Beitrag von transporterwerk » Di 18. Dez 2018, 07:40

Mal eine Auflistung was du laut RLF für die Reparatur brauchst:
- 244b
- 416 a und b
- 41-501
- 295 und 295a
- 401
- 407
- 408a
- 421
- 460/2
- 519
- 681
- 3115

Die Instandsetzung ist im RLF Fahrwerk Allradantrieb beschrieben.
Gruß aus Bielefeld

Volkmar

reidiekl
Beiträge: 549
Registriert: Fr 16. Jun 2017, 18:05
Wohnort: Südhessen

Re: Servolenkung zerlegen

Beitrag von reidiekl » Di 18. Dez 2018, 12:56

fatz hat geschrieben: Bei mir liegt eine Servo in der Garage und immer wenn ich in die Nähe komme knurrt sie mich an wie ein Wolf, "Lass bloß deine Hände weg".
Hallo fatz, davon würde ich mich nicht abschrecken lassen. Meine Servo knurrt zwar noch nicht, ist aber bis jetzt noch recht widerspenstisch. Aber das reizt mich um so mehr.
transporterwerk hat geschrieben: Die Instandsetzung ist im RLF Fahrwerk Allradantrieb beschrieben.
Den RLF Fahrwerk Allradantrieb habe ich sogar, Beschrieb würde ich das nicht unbedingt nennen wollen - es ist eher eine Auflistung einzelner Arbeitsschritte, entsprechend der Explosionszeichnung mit Abbildungen wie die diversen Werkzeuge am Werkstück anzusetzen sind. Für eine Fachwerkstatt mit entsprechender Erfahrung sicherlich ok. Derjenige, der zum ersten mal eine Servolenkung demontieren möchte und so gut wie keine Infos zum inneren Aufbau hat, tut sich sehr schwer, da er erstens nicht zerstören möchte und zweitens die verschiedenen Teile nach all den Jahren ziemlich verbacken sein können. Und das Gefühl wieviel Gewalt noch angewenden werden darf, ehe es Bruch gibt, fehlt halt noch für so eine neue Erstlingsaufgabe.

@ transporterwerk - Wo hast Du die Auflistung der benötigten Werkzeuge her? Als Liste steht das nicht in meinem RLF.
Ich versuche die aufgelisteten Werkzeug-Nr. mal zu verivizieren:
- 244b = Druckstempel - verwendet bei Abb. 5 - Dichtring in Lagerrohr eindrücken
- 416 a > im RLF nicht enthalten
- 416 b = Druckstempel - verwendet bei Abb. 5 - Dichtring in Lagerrohr eindrücken
- 41-501 = Druckstempel - verwendet bei Abb. 5 - Dichtring in Lagerrohr eindrücken
- 295 und
295a = Stempel mit Druckstück - verwendet bei Abb. 7 - Dichtring in Gehäuse eindrücken
- 401 = Unterlags-/Druckplatte - verwendet bei Abb. 3, 6, 7, 8, 9, 10, 11
- 407 = Druckstempel - verwendet bei Abb. 8, 10 - Dichtring in Ritzelgehäuse bzw. aus Ventilgehäuse ein- bzw. ausdrücken
- 408a = Druckstempel - verwendet bei Abb. 3, 9 - Dichtring aus Lagerrohr bzw. Nadellager aus Ventilgehäuse ausziehen
- 421 = Druckstempel - verwendet bei Abb. 9 - Nadellager aus Ventilgehäuse ausziehen
- 460/2 = Druckstück/Druckstempel verwendet bei Abb. 3, 6 - Dichtring mit Lagerring ausziehen bzw. in Gehäuse eindrücken
- 519 = Hülsrohr od. ähnlich verwendet bei Abb. 3 - Dichtring aus Lagerrohr ausziehen
- 681 = Werkzeug zum Ausziehen Dichtring (19) für Lenkritzel (17)
- 3115 = Nockenschlüssel verwendet bei Abb. 1 - Schraubring aus- und einbauen zw. (Hüls)-rohr und den beiden Alugehäusen

Als weitere Werkzeuge werden noch handelsübliche Innenauszieher 21/3 (18,5-23,5 mm) und 21/4 (23,5-30 mm) benannt.

Das hört sich äußerst abschreckend an, aber so schlimm ist es m. E. nicht. Das meiste ist Rundstahl mit dem entsprechenden Durchmesser. Als Einpresswerkzeug können auch Nüsse oder Rohrstücke mit dem passenden Durchmesser verwendet werden. Da hat jeder etwas fortgeschrittene Schauber seine eigenen Patentrezepte ;-) bzw. fertigt sie kurzer Hand selbst.

Folgende noch ungelöste Probleme stehen derzeit an:

1. wie bekomme ich das Lenkritzel aus dem Gehäuse? Die Angaben im RTL: "zum Ausbauen mit Stirnseite auf Unterlage stoßen" kann nicht richtig sein - welche Stirnseite könnte gemeint sein?

2. wie bekomme ich die Zahnstange aus dem Rohr und aus dem Ventilkörpergehäuse? Die Ventilhülse habe ich schon abgezogen.

3. Muss für 1. und 2. das Verbindungsrohr auch schon vom Ritzelgehäuse abgeschraubt sein? Diese Verschraubung ist derzeit noch nicht lösbar. Oder ließe sich die Zahnstange nach rechts ausbauen, wenn der dortige Wellen-Sicherungsrig abgezogen wird. Da sitzt ja auch noch dieses sog. Lagerrohr, was mich noch abschreckt dort weiter auf Verdacht zu zerlegen. Deshalb suche ich nach anderen Möglichkeiten die Lenkung auf andere Weise weiter zu demontieren. Gibt es einen solchen Weg?

4. Hat evtl. jemand eine bessere Explosionszeichnung / Schnittzeichnungen als die im RLF? Vielleicht eine solche vom Lenkungshersteller ZF?

Wer kann hierzu weiterhelfen bzw. hat evtl. weitere Unterlagen, die hilfreich sind - gerne auch per PN oder Mail.

Beste Grüße - Reinhard
Zuletzt geändert von reidiekl am Mo 10. Jun 2019, 12:37, insgesamt 5-mal geändert.

Benutzeravatar
CBS
Beiträge: 818
Registriert: Mo 1. Jun 2015, 18:27
Kontaktdaten:

Re: Servolenkung zerlegen

Beitrag von CBS » Di 18. Dez 2018, 14:01

Hi Reinhard,

ZF war vor ziemlich genau 20 Jahren mein Ausbildungsbetrieb, keine Niederlassung sondern das Fertigungswerk ;-) Die T3 Lenkungen waren damals natürlich schon längst durch, auch zu Reparatur kamen, zumindest zu meiner Zeit, keine mehr rein. Vom Aufbau ähnelt die aber späteren Modellen :-)

Mach doch mal Fotos der Probleme, ich selber hab nur 2 manuelle Lenkungen, und die einzigen Lenkungen die ich noch immer im Schlaf zerlege kann sind leider vom BMW und Iveco ;-)

1. du drückst das Lenkritzel aus dem Ventilkörper, Ventilkörper halten, auf den Stummel (der Richtung Lenkrad geht) klopfen, ähnlich Abb. 10

2. dazu wirst du das Verbindungsrohr zumindest auf einer Seite lösen müssen, Werkzeug müsste ähnlich aussehen wie der Schlüssel zum tauschen einer "Flex"-Scheibe

3. für 1 nein, nur der Ventilkörper mit Lenkritzel abschrauben für 2

4. Schick mir mal was so an Nummern auf dem Gehäuse und falls vorhanden auf dem ZF Blechschild drauf steht dann kann ich mal nachfragen :-)

Grüße
Achim
Bild mit Autogas

reidiekl
Beiträge: 549
Registriert: Fr 16. Jun 2017, 18:05
Wohnort: Südhessen

Re: Servolenkung zerlegen

Beitrag von reidiekl » Di 18. Dez 2018, 19:22

ZF war vor ziemlich genau 20 Jahren mein Ausbildungsbetrieb
Hallo Achin,
na dann bist Du doch genau der richtige Mann für diesen Fall :dance .
Hast Du mal zum Link
https://www.pff.de/index.php?thread/272 ... abdichten/
in obigem Beitrag geschaut, da habe ich schon einige der Problemchen angesprochen.
1. du drückst das Lenkritzel aus dem Ventilkörper, Ventilkörper halten, auf den Stummel (der Richtung Lenkrad geht) klopfen, ähnlich Abb. 10
So habe ich das auch verstanden, aber wie soll das gehen? Es wird doch dann die Lenkspindel ins Gehäuse Richtung Zahnstange gedrückt/geklopft! Das Lenkritzel muss m.E. doch nach oben Richtung Lenkrad entfernt/gezogen werden - wo soll es denn nach unten zur Zahnstange hin, das geht doch gar nicht.
BILD5084.JPG
Auf dem Foto ist noch die Ventilhülse aufgesteckt - diese habe ich zwischenzeitlich entriegelt und abgezogen. Auf der Lenkspindel sitzt unten noch ein Wellensicherungsring, den ich etwas hochgeschoben habe. Da drunter ist ein Kugellager ins Gehäuse eingedrückt und außenrum ein O-Ring, der das Ritzelgehäuse gegen das Ventilkörpergehäuse abdichtet.
2. dazu wirst du das Verbindungsrohr zumindest auf einer Seite lösen müssen,
Rechtsseitig habe ich den Nuten-Gewindering entfernt und nunmehr auch die Dichtungsteile 16 bis 19 (den sog. Kolben lt. RLF - Teil 20) ausgebaut.

Aber die Zahnstange lässt sich immer noch nicht entnehmen - eigentlich logisch, da das Ritzelteil 17 das Ausfahren verhindert.
Die Verschraubung des Nuten-Gewinderinges mit Ritzelgehäuse hat sich bisher nicht lösen lassen; die Schlüsselzähne sind abgerutscht bei Hebellänge von einem Meter. Den anderen Ring hat es in der Nut zerrissen. Mal schauen ob's mit der Zahnstange funktioniert, wenn der linke Gewindering entfernt ist. Aber dann muss sicherlich auch noch irgendwie das Lenkritzel ausgebaut werden.
BILD5044.JPG
Lasse mir jetzt eine entsprechende Zahnhülse zum Aufschieben auf Rohr 15 anfertigen.
3. für 1 nein, nur der Ventilkörper mit Lenkritzel abschrauben für 2
Das obige Zitat verstehe ich leider nicht, was Du damit sagen willst - mein Gehirn ist wohl schon müde.
BILD5034.JPG
BILD5029.JPG
Die Teile-Nr. sollte auf ZF 7832 955 116 lauten.
Leider waren alle meine Nachfragen bei ZF und auch bei Bosch - die die Lenkungssparte von ZF übernommen haben - negativ, auch wegen des originalen Dichtsatzes. Bin gespannt ob Deine Verbindungen mehr ergeben und freue mich sehr über Deine Bereitschaft mich bei meinem Problem zu unterstützen.

Was mir auch noch aufgefallen ist, für die Ventilhülse enthalten alle die im Netz angebotenen Dichtsätze nicht die vier weißen Kunststoff-Dichtringe. Lt. RLF ist auch kein Austausch vorgesehen, ebenfalls nicht zu den Nadel- und Kugellagern. Wie ist das erklärbar? Haben die keinen Verschleiß?

Beste Grüße - Reinhard

Antworten