Restaurationwürdigkeit 16er Camper * Eure Meinung?

Moderator: Jumpy

tako
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Re: Restaurationwürdigkeit 16er Camper * Eure Meinung?

Beitrag von tako » Mo 6. Mär 2017, 20:15

Hallo Ralf,

meine Meinung zu dem Bus:

Stehen lassen und gut ist es. Das ist eine Vollrestauration. Wenn man das, was man noch nicht sieht, dazurechnet, wird das ein Megaprojekt. Die Karosse ist nicht wirklich gut. Und wenn ich dann noch die Querlenker hinten dazu rechne, einmal die komplette Technik und Fahrwerk dazu.....

Das wird deine Möglichkeiten weit übersteigen an Arbeiten die daran zu tun sind. Ich schätze mal min. 500 Arbeitsstunden eher 1000 bis alles richtig gut ist. Wenn es mal reicht...und du müsstet wahrscheinlich viele Arbeiten außer Haus vergeben.

Und ich finde ein guter 14er ist nicht schlechter wie ein 16er.....der 16er wird oft überschätzt.

Und eins muss ich provokativ in den Raum stellen: Für wen willst du deinen guten 16er aufheben ? Hast du Kinder oder Enkel die ihn bekommen sollen ? Oder huldigst du ihm jeden Tag :roll: und er steht im Wohnzimmer ?

Ich würde den mit einem guten Innenausbauer konzipieren und dann machen lassen. Das kostet viel weniger wie dieser 16er und du hast hinterher ein echt gutes Auto mit dem du alles machen kannst. Und du brauchst dir die nachten Jahre keine Gedanken zu machen wegen Rost etc. pp...du kannst ihn einfach geniessen.

Die Fragen stelle ich mir auch öfter....und dann weis ich, daß die Syncrospector zum Fahren sind, und nicht zum Stehen......und mein Camper macht mir immer wieder Spass und auch Äste etc. bekommt der mal ab. Wenn er das nicht aushält taugt er nix....

Gruß

Thomas

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stubenhocker
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Re: Restaurationwürdigkeit 16er Camper * Eure Meinung?

Beitrag von stubenhocker » Mo 6. Mär 2017, 21:07

Ist doch wie mit jeder Bastelei:
Du kannst es selbst machen UND hast auch die Zeit dafür- kaufen und machen.
Kannst Du es nicht selbst machen, hast aber das benötigte Geld- machen lassen.
Kannst Du es nicht selbst machen und hast auch kein Geld- weiterträumen.

Alex
Ich würde. Wenn ich könnte!

Scorb
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Re: Restaurationwürdigkeit 16er Camper * Eure Meinung?

Beitrag von Scorb » Mo 6. Mär 2017, 21:33

Moin,

ich kann meinen Vorrednern da nur zustimmen, da kommt noch einiges an Arbeit die man so nicht sieht.
Es gibt aber noch eine weitere Vorgehensweise, oder besser gesagt einen Umweg. Je nach dem wie so deine Möglichkeiten sind, Platz, Geld, vorhandenes Werkzeug, vor allem Motivation und Ambitionen.
Bei dem Bus braucht man schon eine vernünftige Werkstattausstattung um es vernünftig selber zu machen, keinen Hobbykeller.

1. Literatur zum schweißen Kaufen/leihen, vor allem lesen
2. entscheiden ob schweißen ein Handwerk ist was man lernen möchte.
dann abbrechen oder ggf wie folgt weiter machen:
3. Bus kaufen einlagern. Die Syncros werden nicht billiger.
4. nach Beratung , vernünftiges schweißgerät kaufen (gebraucht/neu), kein Baumarkt Gerät
5. Schrott Auto kaufen
6. schweißen am schrott Auto üben üben üben
7. Bulli machen.

Irgendwann fängt jeder mal an. Es hilft ungemein, wenn man einen Kumpel hat der firm im schrauben ist, der einem mit Rat und Tat zur Seite stehen kann. Aber bitte nicht direkt den 16er zum schweißen lernen nehmen, das wird nix. Von heute auf morgen lernt man auch nicht schweißen, das dauert. Daher genau überlegen ob man die Zeit und das Geld für seine eigene Werkstatt ausgeben möchte. Im end Effekt kann man nämlich auch alles machen lassen, wenn man als Ausgangsbasis nicht viel an Werkstatt hat. Kommt aufs gleiche Geld hinaus.
Meine Meinung.
Wenn ich das Geld für mein Werkzeug in den Bus gesteckt hätte wär der schon 2x fertig. Naja Langzeit Baustelle, aber es geht immer langsam weiter...

Gruß Hinnerk

cwr16
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Re: Restaurationwürdigkeit 16er Camper * Eure Meinung?

Beitrag von cwr16 » Mo 6. Mär 2017, 22:04

hallo Thomas:

bei uns im schwäbischen hatte mann früher in den Häusern auch oft eine schönde Stube. ( Scheene oder grauße Stuub )
Hatte man nur in Benutzung bei großem Besuch oder Fam-Feiern..

Dem Ralf seinem Sy-16_Posthochdach hat auch so eine ähnliche Funktion ...
( wie unser Bigfoot-Stadtyncro... kost auch immer Geld und wird nicht viel benützt)

Da stellt sich dann oft die Frage: noch eine Alltagsstube dazuu ?=??

Gruss Claus

.. der sich + für die Frau eine große-Stube mit T3-Fahrwerk zugelegt hat;
und die die Enkelin Emma jetzt mit 28 schon cool findet; zum ersten Mal getestet üb. mehrere Tage zu Hatzenport'16 )

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Hargesheimer
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Re: Restaurationwürdigkeit 16er Camper * Eure Meinung?

Beitrag von Hargesheimer » Mo 6. Mär 2017, 22:54

Danke an alle für die Antworten. Ein paar der Fragen und Anregungen kann ich beantworten.

Zum Preis, wenn er 5000 € kosten würde, hätte ich ihn schon gekauft. Er soll aber 12.000 € kosten. Halte ich für überzogen, andererseits, bei den Kosten für eine Restauration käme es auf die paar Mark auch nicht an.

Daß sich die Restauration eines solchen Autos nicht lohnt, wenn man nahezu alle Arbeiten außer Haus geben muß, hatte ich mir schon gedacht. Da ich das müßte, muß ich die Sache wohl vergessen. Ein wenig hatte ich noch gehofft, es kämen solche Aussagen wie, das ist nur Flugrost, das läßt sich strahlen. Dran geglaubt habe ich selbst nicht.

Es wäre vermutlich langfristig wirklich günstiger, in den USA den braunen 16er Westie für 68 t$ zu kaufen. Aber ich hätte ja gern einen halbwegs günstigen Alltagssyncro, nicht noch einen 16er den zu fahren ich Skrupel hätte.

Daß der Nutzwert eines 16ers kaum höher ist als der eines 14ers, ist mir klar. Es geht aber nicht um Nutzwert, es geht um Bauchgefühl, um Jäger-und-Sammler-Mentalität und um unerfüllte Träume. Wenn ich was kaufe, dann muß es ein 16er sein.

Und "wenn" heißt, ich muß ja nicht. Den 14er für alle Tage habe ich seit 1992, der tut es zur Not noch. Auch wenn der sich langsam der Vollrestauration nähert und ich nicht weiß, wie ich das bewerkstelligen soll. Werkstatt habe ich keine und eine Vollrestauration in Höhe von 500-1000 Stunden übersteigt doch meine finanziellen Möglichkeiten.

Mit meinem eigenen 16er hat Claus recht, der kommt nur Sonntags raus, für meine Pläne, sechs Wochen Südosteuropa ist mir der zu schade. Ich weiß, wem will ich das Ding hinterlassen, meine Frau liebt T5. Trotzdem, das Ding ist nicht wiederbeschaffbar, da wird man vorsichtig. Ansich wäre der ideal, eine Campingeinrichtung hat die Polizei schon eingebaut. Ich denke nochmal drüber nach.

Bliebe noch die Überlegung, ob es denkbar wäre, obigen 16er so herzurichten, daß er zumindest über den TÜV und Sommerurlaub kommt. Von oben sieht die Karosserie schließlich nicht wirklich schlecht aus. Aber ich fürchte, das könnte in`s Auge gehen.

Grüße
Ralf

hanomag
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Re: Restaurationwürdigkeit 16er Camper * Eure Meinung?

Beitrag von hanomag » Mo 6. Mär 2017, 23:33

Hallo Ralf!

Ich kann deine Gedanken durchaus nachvollziehen. Ich besitze seit 2009 einen sehr guten 16er im Originallack und ungeschweißt, den ich nur in den Sommermonaten nutze. Da ich aber auch im Winter einen Syncro fahren wollte, habe ich mir 2012 einen 16er auf Schlachtniveau gekauft (gefunden), für ganz wenig Geld. Habe diesen dann technisch sehr gut hergerichtet und optisch mittelmäßig, damit ich ihn auch im Winter bewegen mag. Durch neue Hinterachsschwingen, Bremsleitungen, Servoleitung, Zylinderkopf, Radlager und Getriebeüberholung musste ich ca. 5000 Euro investieren, plus zwei Urlaubswochen Arbeit und ein paar Meter Schweißdraht! Einen guten 16er würde ich zwar nicht ins Wohnzimmer stellen, aber für Winterbetrieb wäre er mir doch zu schade. Vielleicht solltest du dir mal den Iglhaut ansehen. Die alten Mercedes-Busse sind eben deutlich von den VW-Mondpreisen entfernt. Habe in meiner Sammlung auch noch einen Hanomag F20 und einen Iglhaut 310 D! Sind keine so gute Geldanlagen, wie die T3, dafür aber bezahlbar und mit sehr robusten Motoren ausgestattet!
Viel Spaß noch beim Planen, Träumen, Abwägen!

Liebe Grüße, Hardy

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Re: Restaurationwürdigkeit 16er Camper * Eure Meinung?

Beitrag von fatz » Di 7. Mär 2017, 02:12

Hallo Ralf,
glaube auch, daß es eine große Baustelle ist. Wenn Du ihn noch runterhandeln kannst ok. Dann wäre es eine Überlegung wert. Selbst gute 14er sind selten und teuer. Eine Halle und/oder Schraubergemeinschaft suchen (finden ist schwierig), wäre dann aber auf jeden Fall ein nächster wichtiger Schritt. Es sei denn du hast kein Interesse am Schrauben. Wie sähe es mit deiner Zeit aus? könntest du intensiv dran bleiben? Es gibt doch genug Leute um RT, die mit Rat und eventuell auch Tat helfen könnten. Wenn es nur ums Schweissen geht und das meiste andere selbst erledigt werden kann, müsste es doch machbar sein!?

Gruß Jörg

PS: 14er Pritsche wird dieses Jahr begonnen, wenn meine Fortbildung erledigt ist (Wahnsinn sowas auf meine alten Tage anzugehen). Ich meine jetzt nicht die Restaurierung.

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Re: Restaurationwürdigkeit 16er Camper * Eure Meinung?

Beitrag von stubenhocker » Di 7. Mär 2017, 07:33

Hi Ralf, ich kann Dich gut verstehen! Hast Du die 12k € übrig? Dann kauf ihn doch erstmal und schau dann wie es weitergeht. Wenn nicht würde ich mich auf den vorhandenen Syncro konzentrieren.
Gruß,
Alex
Ich würde. Wenn ich könnte!

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Re: Restaurationwürdigkeit 16er Camper * Eure Meinung?

Beitrag von Endeavour » Di 7. Mär 2017, 07:56

tako hat geschrieben:Hallo Ralf,



Und ich finde ein guter 14er ist nicht schlechter wie ein 16er.....der 16er wird oft überschätzt.


Gruß

Thomas
Mein Reden.

Lieber einen guten 14 als einen nicht so guten 16, was könnte man bei einer Überarbeitung nicht auf 16 ändern?

Wenn Kohle keine Rolle spielt ist es auch egal, aber das ist bei und meisten ja nicht der Fall. :-P

fix
Für das Können gibt es nur einen Beweis. Das TUN. Zitat von Marie von Ebner-Eschenbach


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Re: Restaurationwürdigkeit 16er Camper * Eure Meinung?

Beitrag von Hargesheimer » Di 7. Mär 2017, 09:02

hanomag hat geschrieben:........Habe in meiner Sammlung auch noch einen Hanomag F20 und einen Iglhaut 310 D! Sind keine so gute Geldanlagen, wie die T3, dafür aber bezahlbar und mit sehr robusten Motoren ausgestattet!
Liebe Grüße, Hardy
Hallo Hardy,
Geldanlage muß es nicht sein. Nur Geldvernichtung braucht`s auch nicht.
Wegen 310 schreibe ich dir gelegentlich mal eine Mail. Da interessieren mich deine Erfahrungen.

fatz hat geschrieben:.........Eine Halle und/oder Schraubergemeinschaft suchen (finden ist schwierig), wäre dann aber auf jeden Fall ein nächster wichtiger Schritt.
PS: 14er Pritsche wird dieses Jahr begonnen, wenn meine Fortbildung erledigt ist (Wahnsinn sowas auf meine alten Tage anzugehen). Ich meine jetzt nicht die Restaurierung.
Hallo Jörg,
du weißt ja wie es mit Hallen hier in der Gegend bestellt ist!
Fortbildung klingt gut, vielleicht reicht es auf`s Frühjahr ja trotzdem mal auf einen Kaffee.

stubenhocker hat geschrieben:Hi Ralf, ich kann Dich gut verstehen! Hast Du die 12k € übrig? Dann kauf ihn doch erstmal und schau dann wie es weitergeht. Wenn nicht würde ich mich auf den vorhandenen Syncro konzentrieren.
Gruß,
Alex
Hallo Alex,
übrig wäre anders. Aber nachdem wir seit kurzem keinen Student mehr unterhalten müssen, könnte ich bisserl Geld in Autos stecken.

Endeavour hat geschrieben: Mein Reden.
Lieber einen guten 14 als einen nicht so guten 16, was könnte man bei einer Überarbeitung nicht auf 16 ändern?
Wenn Kohle keine Rolle spielt ist es auch egal, aber das ist bei und meisten ja nicht der Fall. :-P
fix
Hallo Fix und alle,
sag ich ja, hat nichts mit Vernunft zu tun, das ist der Bauch. Früher war man verliebt, in meinem Alter muß es wenigstens noch ein 16er sein. Nicht umsonst sind die 16er gesuchter und teurer als normale 14er.

Für einen 16er spräche, daß er bereits ein paar Sachen hätte, die man bei den meisten 14ern erst umbauen müßte, Getriebe vor allem. Ich würde aber einen guten 14er mit Schlechtwegepaket und 205/80-Bereifung auch nicht ablehnen. Dann könnte meine alte Caravelle in die Scheune und dort auf ihre Restaurierung warten. Oder ich stelle sie in den skandinavischen Wald und in 40 Jahren kommt jemand zu meine Enkeln und will das Wrack kaufen.


Erstmal bleibe ich am 16er dran, muß ja nicht das eingänglich erwähnte Teil sein.

Grüße
Ralf

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