Liebe Syncro-Fahrer...ich brauch mal eure Meinung!!

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oo1507
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Liebe Syncro-Fahrer...ich brauch mal eure Meinung!!

Beitrag von oo1507 » Mo 29. Mai 2017, 17:16

Hallo Zusammen,

ich bräuchte mal eure Meinung bzw. Einschätzung...

Ich bin 24, noch Student und ich möchte mir zum Reisen einen T3 Syncro TD mit Hochdach kaufen. Am liebsten einen vom österr. Bundesheer, die sollen ja besonders gut konserviert sein, und sind auch oft noch im gutem Zustand zu haben.
Bisher habe ich nicht so viel mit Autos am Hut (am Fahrrad kann ich alles selber - würde also behaupten, dass ein gewisses technisches Verständnis und "Erlernbarkeit" vorhanden ist. Mein Plan wäre möglichst viel Wartung selbst/ mit Hilfe zu machen/zu lernen.

Mein Plan wäre es, für das Basisfahrzeug (leerer Syncro Transporter) so 12-13.000€ auszugeben, sodass ich dann für evtl. anfallende Reparaturen noch etwas Reserve habe, und nicht gleich den Bus stilllegen miss bis ich wieder Geld für Reparaturen angespart habe.
Konket hab ich einen hier aus dem Forum im Auge viewtopic.php?f=22&t=1364 - der scheint mir für mein Vorhaben ideal...
Ausbau würde ich alles selber machen und auch erstmal nur spartanisch, dass ich den Bus nutzen kann (zur Not würde ich ihn auch erstmal "leer" fahren), einfach damit ich mal ne gute Basis habe - die sind ja leider auch nicht so häufig zu finden...

Meine Frage wäre jetzt...
- ist das realistisch zu sagen, dass 3000€ als Reparatur-reserve (erstmal) ausreichen? oder was meint ihr muss man so primär mal rechnen...der Bus ist lt. Verkäufer in einem sehr guten Zustand, und technisch voll i.o, Ölwechsel, etc wurden erst gemacht, einziges wäre der ZR, da das Alter da unbekannt ist..
- ich habe jetzt schon viel gelesen über die Zuverlässigkeit eines T3 - und hab sowohl positives (man kann viel selber reparieren) und auch negatives (es ist ständig irgendwas, ist oft nicht so zuverlässig, etc) gelesen...was ist da eure Meinung? Kann ein gut instandbesetzter T3 auch als zuverlässiges Reisefahrzeug dienen?
- dent ihr es ist möglich, die Technik und Reparaturen beim T3 so gut kennenzulernen, dass man viel selber machen kann bzw. immer mehr selbst in die Hand nehmen kann...?

Ich würde mich über jede Antwort, in welche Richtung sie auch gehen mag, sehr freuen!

Gruß Peter
VW T3 Syncro Hochdach, ex-öBH Werkstattwagen, 1,6 TD (JX), 25-Reihen Setrab Ölkühler, 215/75R15 mit Yokohama Geolandar AT g015 auf KPZ6222A

Syncronist
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Re: Liebe Syncro-Fahrer...ich brauch mal eure Meinung!!

Beitrag von Syncronist » Di 30. Mai 2017, 00:21

Moin Peter,

bedenke: Ein (zu) guter Zustand schränkt die Nutzung ein!

Meiner wird wohl auch nie hartes Gelände sehen.

Gruß, Jonas

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Hargesheimer
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Re: Liebe Syncro-Fahrer...ich brauch mal eure Meinung!!

Beitrag von Hargesheimer » Di 30. Mai 2017, 14:21

oo1507 hat geschrieben:Hallo Zusammen,
ich bräuchte mal eure Meinung bzw. Einschätzung...
Hallo Peter,

ein Syncro vom ÖBH ist ein gutes Basisfahrzeug für einen Camper. Im Gegensatz zu einem Blechdachsyncro hast du viel Raum ohne aufwendigen Dachumbau. Gibt natürlich auch Nachteile, das Hochdach macht reichlich Windgeräusche, die Fahrzeugbasis ist ein einfacher Transporter mit entsprechend wenig Komfortausstattung wie z.B. Geräuschdämmung. Und die Transporter haben in der Regel hinten keine Sicherheitsgurtpunkte. Falls du planst, mit mehr Leuten oder Kindersitzen zu reisen, mußt du da nachrüsten. Und falls du hinten Sitze zugelassen haben willst, paß auf bei Syncros des Modelljahres 1992. Zum Januar 92 haben sich die Zulassungskriterien für Sitzbänke geändert (von ECE14 zu ECE 17). Also erstmal mit dem TÜV sprechen.

Zu Zustand und Preis des verlinkten Syncro kann ich nichts sagen, mit 188 tkm hat er bereits recht viel Km für einen ÖBH-Syncro. Leider gibt es nicht mehr viele ÖBH-Syncros, man hat eigentlich keine Auswahl mehr.

Wichtigstes Kriterium beim T3-Kauf ist meiner Meinung nach der Zustand der Karosserie, nimm die beste die du kriegen kannst. Teile sind leicht zu tauschen, Karosseriearbeiten aufwendig und teuer. Außer du wärest selbst Karosseriebauer und hättest Lust auf eine Komplettrestauration.

Diesel oder Benziner mußt du wissen. Ich ziehe Benziner vor, schon weil ich in einer Umweltzone wohne.

Und vergiß das Gerede von der angeblichen Unzuverlässigkeit des T3, ein T3 gehört zu den zuverlässigsten Autos. Klar, bei einem Auto, das mindestens 25 Jahre alt ist, geht altersbedingt immer mal was kaputt. Die Basis aber ist immer noch erheblich solider als alles, was heutzutage gebaut wird. Was leider oft bei der Ersatzteilqualität zum Problem wird.

Eine Reparaturreserve von 3000 € halte ich für ausreichend solange du keinem Fehlkauf zum Opfer gefallen bist. Ich komme in den letzten 25 Jahren mit etwa 1000 € pro Jahr für laufende Reparturen aus, allerdings ohne seltene und größere Dinge einzurechnen. Für eine Getriebeüberholung oder einen Motortausch können schnell 2000 € anfallen, aber das hat man ja nicht jedes Jahr.

Unterm Strich ist der T3 ein günstiges Auto, billig ist er aber allein schon wegen der hohen GW-Preise nicht. Wobei viele Angebote in den Autoportalen absolute Mondpreise aufrufen die nie und nimmer erzielbar sind. Also nicht täuschen lassen vom geistigen Höhenflug des Verkäufers.

Grüße
Ralf

Streuner
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Re: Liebe Syncro-Fahrer...ich brauch mal eure Meinung!!

Beitrag von Streuner » Di 30. Mai 2017, 21:24

Ich bin mit meinem Syncro jetzt knapp 10 Jahre und 180000km unterwegs.
Einmal im Jahr 4- 5 Wochen in unterschiedlichste Reisegebiete , dann meißt noch eine Woche im näheren In und Ausland sowie diverse Kurz und Wochenendtrip.
Ich hatte noch keinen Schaden der uns länger als einen Tag aufgehalten hätte.
Ich selbst bin kein Schrauber , lasse aber den Bus optimal von einem T3 Spezialist warten und reparieren.
Dazu gehört das man auch mal etwas vorsorglich auswechselt. (Oder Auswechseln läßt)
Ich denke das dies das Wichtigste ist! Nachlässigkeit oder gar Geiz hebelt einen irgendwann aus.
Da Du technisch begabt bist kannst Du da ja Einiges sparen!
Tips und Hilfe bekommst Du hier im Forum!

Für mich ist der Syncro das optimale Reisefahrzeug! Und er ist zuverlässig!


Bis demnächst

Michael

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oo1507
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Re: Liebe Syncro-Fahrer...ich brauch mal eure Meinung!!

Beitrag von oo1507 » Mi 31. Mai 2017, 23:11

Streuner hat geschrieben:Ich bin mit meinem Syncro jetzt knapp 10 Jahre und 180000km unterwegs.
Einmal im Jahr 4- 5 Wochen in unterschiedlichste Reisegebiete , dann meißt noch eine Woche im näheren In und Ausland sowie diverse Kurz und Wochenendtrip.
Ich hatte noch keinen Schaden der uns länger als einen Tag aufgehalten hätte.
Ich selbst bin kein Schrauber , lasse aber den Bus optimal von einem T3 Spezialist warten und reparieren.
Dazu gehört das man auch mal etwas vorsorglich auswechselt. (Oder Auswechseln läßt)
Ich denke das dies das Wichtigste ist! Nachlässigkeit oder gar Geiz hebelt einen irgendwann aus.
Da Du technisch begabt bist kannst Du da ja Einiges sparen!
Tips und Hilfe bekommst Du hier im Forum!

Für mich ist der Syncro das optimale Reisefahrzeug! Und er ist zuverlässig!


Bis demnächst

Michael
Danke für deine Einschätzung...was kostet dich der Unterhalt deines Busses in diesem "Stil" denn so ca im Jahr...?

Gruß
VW T3 Syncro Hochdach, ex-öBH Werkstattwagen, 1,6 TD (JX), 25-Reihen Setrab Ölkühler, 215/75R15 mit Yokohama Geolandar AT g015 auf KPZ6222A

Streuner
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Re: Liebe Syncro-Fahrer...ich brauch mal eure Meinung!!

Beitrag von Streuner » Do 1. Jun 2017, 20:20

Naja, ich habe mit einem neuen Motor , einer neuen Seitenwand mit komplettem Neuaufbau des Campingausbaus in den letzten 3 Jahren sehr kostenintensive Projekte gehabt.
Ich denke rund 2000€ werden es im Jahr sein.
Die großen Brocken mit einberechnet. Vielleicht auch etwas mehr.
Ich seh dies immer in Relation.
Gekauft hab ich ihn für 6000€ , mein aktuelles Wertgutachten liegt bei 18.000€.
Hinzu kommt, daß ich mir viele Urlaube und Wochenendtrips anders kaum leisten könnte.
Wenn man bedenkt was 4 Wochen Skandinavien sonst kosten würde.....

Aber es stimmt schon optimale Wartung und Vorbereitung kostet Geld....und spart Ärger! :-)

Bis demnächst

Michael

jonibeck
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Re: Liebe Syncro-Fahrer...ich brauch mal eure Meinung!!

Beitrag von jonibeck » Do 1. Jun 2017, 23:26

Hallo Peter,

die ÖBH Busse mögen auf der einen Seite ein solide Basis sein, auf der anderen finde ich zu teuer für das, was sie an Gegenwert bieten. Die ganze Innenausstattung etc. kostet zum einen auch Geld, zum anderen ist ein Selbstausbau vom späteren Verkaufswert um welten schlechter wie ein Originaler Multivan oder Caravelle. Sieht halt immer etwas nach Gebastel aus. Vom zeitlichen Aufwand den du reinstecken musst, bis du mal was von ihm hast erst ganz zu schweigen.

Ich selbst habe nen technisch guten Bus mit einer einigermaßen ordentlichen Karosserie gekauft. Wird mir keine 10 Jahre mehr halten, vielleicht auch nicht mal mehr zwei aber ich hatte direkt ab dem Kauf nen Bus mit dem ich fahren und Urlaub machen konnte. Ich persönlich vertrete also ein wenig die alternative Variante, etwas günstiger Kaufen aber dafür noch viel Geld für Reparaturen übrig haben. Denn bei dem ÖBH Bus würd ich nicht ausschliessen, dass mal was am Motor oder dem Getriebe kommt. Die Mögen zwar alle gut gewartet sein, aber ich weiß ja nicht ob die lieben Soldaten mit den Bussen immer so zimperlich umgegangen sind. Speziell das Getriebe würde ich auf jeden Fall mal anschauen lassen. Oft macht checken lassen und kleine Schäden reparieren mehr Sinn, weil man sich dadurch große Schäden erspart.

Was ich dir einfach noch empfehlen kann ist, den Bus auch zu nutzen. Ich merke immer dann, wenn ich viel am Schrauben bin aber den Bus nicht wirklich nutze, fängt mich der Bus an zu nerven. Umso mehr ich davon hab und mit dem Bus unterwegs bin, desto weniger Probleme habe ich damit, auch ab und zu dran was zu schrauben.

Kommt denke ich auch ein bisschen drauf an was du haben willst. Willst du nen Bus in Top Zustand den du noch 10 Jahre fahren kannst, ist die ÖBH Variante vielleicht keine schlechte Idee. Dann steht dir aber viel Arbeit bevor. Wenn du den Bus eigentlich gerne so schnell wie möglich nutzen willst, würd ich dir lieber ne Caravelle oder nen Multivan empfehlen, klappbare Sitzbank rein und du hast schonmal nen Bus in dem du Pennen kannst :)

Es führen viele Wege nach Rom, such dir den für dich richtigen :)


Gruß Joni

tosyncro
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Re: Liebe Syncro-Fahrer...ich brauch mal eure Meinung!!

Beitrag von tosyncro » Fr 2. Jun 2017, 00:04

jonibeck hat geschrieben:
Was ich dir einfach noch empfehlen kann ist, den Bus auch zu nutzen. Ich merke immer dann, wenn ich viel am Schrauben bin aber den Bus nicht wirklich nutze, fängt mich der Bus an zu nerven. Umso mehr ich davon hab und mit dem Bus unterwegs bin, desto weniger Probleme habe ich damit, auch ab und zu dran was zu schrauben.
DAS scheint wohl so zu sein, ich kenne es genauso...
einmal alles ordentlich gemacht, und dann ist eigentlich lange ruhe.
gruss
thorsten

Streuner
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Re: Liebe Syncro-Fahrer...ich brauch mal eure Meinung!!

Beitrag von Streuner » Sa 3. Jun 2017, 12:27

So ist es bei mir auch mit dem Ausgeben! :-)
Der finanzielle Aufwand muss in guter Relation zum Nutzen stehen.
Zum Anschauen , putzen und polieren hab ich ihn mir nicht gekauft!
Für mich ist der Syncro Reisegefährt(e) :-) und kein Ausstellungsstück.

Ich schau mich immer wieder mal um ob es auch was besseres gäbe.....aber es gibt einfach nichts was all die Vorteile eines T3 Syncros vereint. Zumindest nichts was ich bezahlen könnte!

Und das ist ja auch ein Argument!!
Was traut man sich schon mit einem Fahrzeug was den Wert eines Einfamilienhaus hat??

Bis demnächst

Michael

Scorb
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Re: Liebe Syncro-Fahrer...ich brauch mal eure Meinung!!

Beitrag von Scorb » Mi 2. Aug 2017, 09:16

Moin,

der t3 ist meiner Meinung nach eines der Fahrzeuge an dem man am besten schrauben kann. Bei deinem Buget kann man auch einiges machen.
Eines solltest du aber auch nicht vergessen, je nach deinem Wohnort und deinen Vorraussetzungen, Platz zum schrauben Werkzeug kommt da noch einmal einiges an Investitionen dazu. Weiterhin dann dein Lehrgeld für Sachen die du bei Reperaturen falsch gemacht hast.
Daher würde ich bei deiner Planung erst einmal von 100% Werkstatt ausgehen. Gutes Werkzeug ist teuer und im Normalfall gibt es immer etwas was man noch gebrauchen kann um die Reperatur noch fachgerechter aus zu führen. Bei einer gut ausgerüsteten Schrauberwerkstatt kommen schon ein paar tausend Euro an Werkzeug zusammen.
Aber man fängt ja auch nicht bei der Komplettüberhohlung des Antriebsstranges an, sondern ehr beim Reifenwechsel :-)

Gruss
Hinnerk

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